Wenn Sie die ersten Anzeichen für eine Depression bemerken, dann sollten Sie umgehend einen Arzt aufsuchen. Es sollte Ihnen bewusst sein, dass eine Depression keine Charakterschwäche ist und überhaupt nichts mit Wehleidigkeit zu tun hat. Sie leiden an einer ernst zu nehmenden Erkrankung, die Sie akzeptieren sollten und wegen der Sie sich nicht zu schämen brauchen. Bei der Behandlung mit Medikamenten sollten Sie sich darauf einstellen, dass die depressiven Symptome nicht von dem einen auf den anderen Tag verschwinden, auch die psychische Heilung braucht seine Zeit. Aber sie werden merken, dass es immer besser wird. Stellen Sie sich aber darauf ein, dass eine Änderung frühestens nach einigen Wochen spürbar sein wird.
Ratgeber Depression - Aktivitätsplan
Während einer Depressionsepisode ist es nicht ratsam, sich vollständig zurückzuziehen. Führen Sie weiter – kleine – Aktivitäten aus, denn den ganzen Tag zu Hause im Bett verbringen, verschlimmert die Symptome einer Depression nur. Oftmals ist ein Aktivitätsplan für die Woche eine hilfreiche Methode, setzen Sie sich dabei kleine Ziele, die erreichbar bleiben. Am besten strukturieren Sie Ihren Tag, den Sie schriftlich fest halten. Dazu gehören auch täglich dieselben Aufstehzeiten. Mit diesem Aktivitätsplan können Sie vielleicht sogar einer Depression vorbeugen.
Achten Sie auf Ihre Gesundheit
Leben Sie gesund. Insbesondere sportliche Betätigung wird Ihnen gut tun und die Symptome auch bessern können. Ganz wichtig ist der Verzicht auf Alkohol und Schlafmittel, diese können kontraproduktiv für den Verlauf der Therapie sein. Enorm bedeutend ist, dass Sie sich an die ärztlichen Anweisungen halten und ohne ärztlichen Rat auch keine Medikamente zu sich nehmen.
Suchen Sie Kontakte – raus aus der Isolation
Versuchen Sie wieder Kontakt zu Mitmenschen und Freunden aufzunehmen. Auch wenn es anfangs schwer fällt, Sie werden sehen, wie schön es ist unter anderen Menschen zu sein. Vertrauen Sie sich einer nah stehenden Person an. Denn mit Unterstützung lassen sich Konflikte und Probleme einfacher lösen.
Den Auslöser suchen
Sie sollten lernen sich in depressiven Phasen zu überlegen, warum sie depressiv sind, was der Auslöser war. Seit wann bestehen die negativen Gefühle? Vielleicht erkennen Sie selbst den Zusammenhang.
Vermeiden Sie Stress
Setzen Sie sich in Zukunft realistische Ziele, denn Stress und Überforderung beeinträchtigt die Heilungschancen sehr. Nutzen Sie Pausen um sich zu entspannen und genießen Sie Ihre Ruhe. Jeder kleine Fortschritt sollte Ihnen Freude bereiten und als Erfolg anerkannt werden. Setzen Sie sich keine hohen Ziele, fangen Sie klein an. Haben Sie Geduld mit sich selbst, es kann nicht alles auf Anhieb klappen.
Nach einem Rückfall?
Wenn Sie dennoch einmal einen Rückschlag erleiden, so verlieren Sie nicht den Mut und bleiben Sie dran. Nehmen Sie negative Gedanken nicht so ernst, machen Sie sich klar, dass diese nur da sind, weil Sie eine Krankheit haben und somit nicht überbewertet werden sollten. Das heißt natürlich auch nicht, dass Sie verrückt sind. Selbstverurteilung ist der schlechteste Weg aus einer Krise heraus zu kommen, versuchen Sie mit anderen darüber zu sprechen. Sie sind nicht der Einzige auf der Welt und nicht für alles verantwortlich!
Vorsorge treffen
In einer nicht-depressiven Phase sollten Sie sich Gedanken darüber machen, wie Sie in der nächsten Krisensituation vorgehen können, wie Sie diese vielleicht sogar verhindern können. Achten Sie insbesondere auf Ihre typischen Frühsymptome, wie beispielsweise Schlafstörungen oder erhöhte Reizbarkeit. Vielleicht hilft Ihnen Ihre spezielle Gute-Laune-Musik. Generell sind Depressionen leicht zu behandeln. Ein kompetenter Ansprechpartner ist der Hausarzt, eine Beratungsstelle oder direkt ein Psychotherapeut.