Ratgeber Scheidung: Die seelische Verarbeitung

Das Ende einer Ehe zieht große Veränderungen im Lebensumfeld nach sich und ist oft eine große seelische Belastung für alle Beteiligten. Ein Ratgeber Scheidung kann hilfreich sein. Dieser informiert Sie in Sachen veränderte Wohnungsverhältnisse, Umgangsrecht und den Alltag als alleinerziehendes Elternteil.


Nichts ist verletzender, als vom Partner oder der Partnerin verlassen zu werden. Schon eine normale Trennung wirft viele Menschen vollkommen aus der Bahn. Oft bricht erst einmal eine Welt zusammen, denn eigentlich war die Eheschließung ein Ausdruck der Überzeugung, dass diese Partnerschaft ein Leben lang halten soll. Im Moment der Erkenntnis, dass alles aus und vorbei ist, gilt der nächste Gedanke der Scheidung.

Neuen Lebensabschnitt beginnen

  • Ein Umzug in eine andere Wohnung ist oft nicht nur aus finanziellen Gründen nötig. Es kann helfen, sich schneller auf ein neues Leben einzulassen, obwohl vielen der Verlust des vertrauten Lebensraumes auch Schwierigkeiten bereitet.
  •  Es hat sich außerdem gezeigt, dass von allen Beteiligten eine Scheidung besser verarbeitet wird, wenn professionelle Beratung, also ein Ratgeber Scheidung, in Anspruch genommen wird. Dazu gibt es viele Beratungsstellen, die sich auf unterschiedliche Bereiche spezialisiert haben.
  • Gerade wenn Kinder betroffen sind, sollten sich die getrennten Elternteile mit ihnen gemeinsam mit dem Thema auseinandersetzen. Viele der Beratungsstellen, gemeinnützige Einrichtungen beispielsweise, sind kostenlos.

Von den Kindern getrennt

  • Eine besonders starke seelische Belastung ist, wenn nur ein Elternteil das Sorgerecht bekommt und dem anderen der Umgang mit dem Kind erschwert, wenn nicht gar schlimmstenfalls verboten wird. Allerdings ist auch bei geteiltem Sorgerecht die neue Situation schwierig zu ertragen, wenn ein Elternteil mit dem Kind plötzlich nicht mehr zusammenlebt.
  • Wenn ein Kontakt zwischen Kind und dem getrennt lebenden Elternteil besteht und bestehen darf, sollten Sie klare verbindliche Abmachungen treffen, um schnell Alltag und Routine in diese neue Situation zu bringen. Gleichzeitig bestärkt es das Kind darin, Vertrauen in seine Beziehung zu den Eltern zu fassen.
  • Gerade Männer sind verstärkt davon betroffen, da um die 90 Prozent jedes erstrittenen Alleinsorgerechtes an die Kindesmutter geht. Hier hilft es auch, Beratungsstellen aufzusuchen und sich mit anderen Elternteilen auszutauschen, die sich in der gleichen Situation befinden.

Auf einmal alleinerziehend

  • Die meisten alleinerziehenden Eltern sind Frauen. Diese sehen sich nach einer Scheidung nicht nur mit ihrem persönlichen Trennungsschmerz konfrontiert, sondern müssen eine plötzliche Alleinbelastung regeln. Die finanzielle Situation ist in den meisten Fällen wesentlich schlechter, die Zeit, sich um alles, vor allem das Kind, zu kümmern, knapper.
  • Für Alleinerziehende ist ein starker Rückhalt und Unterstützung durch Familie und Freundeskreis eine enorme, auch psychische, Hilfe. Auch hier gilt, dass Kontakt- und Selbsthilfegruppen mit anderen alleinerziehenden Eltern sehr befreiend und aufbauend sein können, und außerdem durch den Aufbau eines Kontakt-Netzes eine gegenseitige Unterstützung in Notlagen ermöglicht wird.