Rechteckpflaster verlegen: für hübsche Gehwege

Rechteckpflaster lassen sich schnell und einfach verlegen und machen aus jeder sandigen Fläche einen hübschen Gehweg oder gepflegten Platz.


Rechteckpflaster wird besonders von Heimwerkern bevorzugt, die nicht so viel Erfahrung mit dem Verlegen von Steinen haben, da die Arbeit damit einfach und schnell von der Hand geht. Es kann für Gehwege, Straßen oder Plätze verwendet werden. Beim Kauf des Pflasters muss man darauf achten, die richtige Belagstärke zu wählen, je nach Belastung oder Verwendungsort. Üblicherweise wird zur Stärke von acht Zentimetern gegriffen, die es sich für Fußgänger, Fahrräder und für normale PKW eignet.

Ausschlaggebend ist das richtige Werkzeug und der korrekte Aufbau

  • Zuerst muss die Menge des Rechteckpflasters berechnet werden, wobei man einen Verschlag von zehn Prozent mit einkalkulieren sollte. Begonnen wird dann mit dem Schichtaufbau, der in etwa 30 Zentimeter zu betragen hat. Die Fläche wird in der Höhe mit Schurnägeln und Maurerschnur abgesteckt, wobei man sich an vorgegebenen Erhöhungen wie Türschwellen oder einem Kanaldeckel orientiert und ein Gefälle von einem Zentimeter für die Entwässerung einrechnet. Danach wird die Tiefe von 30 Zentimetern ausgekoffert, per Hand oder mit dem Bagger. Zur Überprüfung kann man hin und wieder eine Latte über die Fläche legen und mit der Wasserwaage kontrollieren.
  • Dann wird die Tragschicht, ein Schotterbelag, eingebaut und so verteilt, dass eine ebene Fläche entsteht. Mit einer Rüttelplane verdichtet man den Schotter um Wellen in der Tragschicht zu vermeiden. Danach folgt die Ausgleichsschicht aus Sand, in die Abziehstangen mit dem Fäustel eingeschlagen werden, bis sie auf Höhe sitzen.

Einbau des Rechteckpflasters

  • Das Rechteckpflaster wird immer vorwärts eingebaut, damit die Fläche nach Anbringen der Ausgleichschicht nicht mehr betreten werden muss. Man beginnt an einer Seite und arbeitet sich zur anderen hinüber. Eventuell entstehende Lücken füllt man später mit passend zurecht geschnittenen Stücken aus.
  • Ist die Fläche fertig ausgelegt, wird Sand als Fugenmaterial eingestreut. Die Ränder fixiert man, falls keine natürliche Begrenzung wie eine Hauswand vorhanden ist, mit Kanthölzern und Schurnägeln. Danach wird die gesamte Fläche mit einer Vibrationsplatte von außen nach innen abgerüttelt, um dem Pflaster festen Halt zu geben. Jetzt ist noch einmal zu verfugen, da durch das Rütteln das Material abgerutscht ist. Nun ist der neue Weg oder Platz mit dem Rechteckpflaster fertig und kann nach einer gewissen Aushärtezeit bereits begangen oder befahren werden.