Recurve Bogen selber bauen

Optimales Material, scharfes Werkzeug und handwerkliches Geschick bilden die besten Voraussetzungen für den Erfolg beim Bau eines Recurve Bogen.


Im Folgenden soll eine kleine Einführung in die Fertigung eines einfachen Recurve Bogen gegeben werden. In diesem Zusammenhang werden hier die wichtigsten Schritte erläutert.

Die Wahl des Holzes ist entscheidend für einen Recurve Bogen

  • Für ein gutes Bogenholz sollten die biegsamen und rückschnellenden Eigenschaften der Eibe oder Osage genutzt werden. Für hiesige Hölzer kommen Eiche und Birke in Frage. Der Bogenrücken sollte aus starkem Spätholz bestehen, also im Herbst oder Winter geschlagen sein.
  • Den Stamm sollte man auf die Länge von 1,70 Metern schneiden und auf rund sechs Zentimeter spalten. Jetzt wird die Form des Recurve Bogen grob herausgearbeitet. Die endgültige Form sollte man sich anzeichnen und vorsichtig herausarbeiten.
  • Die breiteste Stelle der Wurfarme ist etwa fünf Zentimeter. Die Wurfarme müssen sehr symmetrisch zueinander sein und in ihrer Stärke so weit herunter gearbeitet sein, dass der Recurve Bogen bis zur Standhöhe gebogen werden kann.

Die richtige Biegung des Recurve Bogen

  • Um den Recurve Bogen in die richtige Form zu bringen, müssen die Wurfarme etwa eine Dreiviertelstunde gedämpft werden. Durch das Dämpfen verändert sich die Struktur des Holzes. Damit der Bogen nachher gleichmäßig gebogen werden kann, muss auch der zweite Bogenarm erhitzt und in Form gebracht werden.
  • Ob das Holz verdreht oder krumm ist spielt keine Rolle. Wurfarme lassen sich in jeglicher Richtungen berichtigen. Da das Holz nach dem Dämpfen sehr schnell abkühlt, muss zügig durchgearbeitet werden. Dabei wird der warme Recurve Bogen mit einer Schraubzwinge am Griff fixiert.
  • Eine zweite Zwinge benutzt man am Bogenende als Hebel. Der Bogenarm wird am Anfang stark überdreht, damit der Recurve Bogen seine neue Lage annimmt. Zwischendurch kann man die Zwingen immer wieder lockern, um das Zurückdrehen des Wurfarms zu überprüfen.
  • Bleibt der Bogen in der gewünschten Lage, überspannt man die Zwinge noch ein wenig und stellt sie fest. Jetzt lässt man den Bogen abkühlen. Nach rund einer halben Stunde kann man den Bogen abspannen und zum Trocknen Lagern. Für den Recurve wird eine Biegeschablone aus massiven Holz verwendet.
  • Die Rundung muss etwas enger gehalten werden, da das Holz an Form verliert. Mit Schraubzwingen werden die Bogenenden in die Form gepresst und etwa eine Stunde fixiert. Bögen sollten nach Möglichkeit der Körpergröße und Konstitution des Schützen angepasst sein.