Es ist ein natürlicher Vorgang, wenn Babys nach einer reichhaltigen Mahlzeit ein wenig Milch ausspucken. Doch viele Kinder müssen nach jeder Mahlzeit aufstoßen und spucken. Es handelt sich um sogeannte Spuckkinder.
Spuckkinder
Da mit jeder Mahlzeit auch Luft aufgenommen wird, ist das Aufstoßen ganz normal. Das frühkindliche Verdauungssystem ist noch nicht vollständig entwickelt, daher fließt die Nahrung aus dem Magen wieder in die Speiseröhre zurück – Mediziner sprechen vom Reflux. Auf Dauer kann der konstant zurückfließende Nahrungssaft auch die Schleimhäute der Speiseröhre schädigen. Der Reflux muss Eltern jedoch erst beunruhigen, wenn das Kind weniger als 100 bis 200 Gramm pro Woche zunimmt. In Absprache mit dem Kinderarzt kann nun sogenannte AR-Nahrung (Anti-Reflux) – diese soll das Zurückfließen der Nahrung verhindern – gefüttert werden. Sie enthält einen besonderen Quellstoff, Kasein, der die Flaschenkost sämiger macht. Kasein lässt die Nahrung im Magen stärker ausflocken, das Zurückfließen wird erschwert. Zudem besteht die AR-Nahrung aus einem geringeren Fettanteil, der die Nahrung insgesamt verträglicher macht.
Die Stiftung Ökotest weist jedoch darauf hin, dass bei AR-Produkten eine große Missbrauchsgefahr besteht. Da diese speziellen Produkte im Supermarktregal direkt neben den herkömmlichen Produkten stehen, könnten auch Eltern gesunder Kinder dazu greifen.