Regelblutungen - Für viele Frauen eine monatliche Qual

Dreißig Prozent der deutschen Frauen leiden unter dem so genannten Prämenstruellen Syndrom (PMS). Diese Frauen leiden unter starken Unterleibsschmerzen, allgemeinem Unwohlsein und geschwollenen Brüsten, wenn sie ihre Regelblutungen haben.


Der Zyklus einer Frau ist eine komplizierte Angelegenheit und die monatliche Regelblutung, die meist zwischen dem zehnten bis vierzehnten Lebensjahr bei jungen Mädchen beginnt, verläuft normalerweise schmerzfrei. Bei 30% der Frauen kann es aber zu regelrechten körperlichen und seelischen Belastungen kommen. Dieses Phänomen der monatlichen Regelblutung nennt man Prämenstruelles Syndrom (PMS). Davon betroffen kämpfen die Frauen Monat für Monat gegen schmerzhaft, geschwollene Brüste (Mastodynie), reizbare Verstimmungen und allgemeine Erschöpfung. Aber damit nicht genug. Frauen, die davon betroffen sind, müssen während Ihrer Regelblutung mit heftigen Unterleibsschmerzen rechnen, die durch krampfartige Kontraktionen in der Gebärmutter hervorgerufen werden. Während der ganzen Regelblutung ziehen sich die Gebärmutterwände unter Abstoßung der aufgebauten Schleimhaut zusammen. Tun sie dies zu heftig und zu schnell, kann dies zu schlimmen Bauchschmerzen führen. Davon in Mitleidenschaft gezogen sind auch Reaktionen im Magen-Darm-Trakt keine Seltenheit. Durchfall und Erbrechen gehören somit zu weiteren unangenehmen Begleitern der monatlichen Regelblutung.

Diagnose von PMS

Oft ist es nicht leicht, das Prämenstruelle Syndrom zu diagnostizieren, da eine Menge ähnlich verwandter Symptome auch für ganz andere Krankheiten sprechen können. Für eine sichere Diagnose ist es daher wichtig, im Vorfeld Krankheiten wie Endometriose, Beschwerden vor Beginn der Wechseljahre, Schilddrüsenfehlfunktion oder auch psychische Erkrankungen auszuschließen. Auf jeden Fall sollte man sich einem Gynäkologen anvertrauen, bevor man versucht, seine Beschwerden während der Regelblutung selbst mit Tees und Kräutern zu therapieren. PMS hat viele Gesichter und manchmal kann auch psychische Belastung oder körperlicher Stress diese Art von Krankheit begünstigen. Daher hat auch manchen Frauen der Gang zum Psychologen zur Bekämpfung der immer wiederkehrenden Schmerzen während der Regelblutung geholfen.

Therapie und Hilfe zur Bekämpfung von schmerzhaften Regelblutungen

In den meisten Fällen wird vom Frauenarzt eine Hormontherapie favorisiert. Die passende Verhütungspille kann diese zyklusabhängigen Beschwerden schnell lindern. Oft eignen sich Mikropillen gut dazu. Manche davon kann man auch mehrere Monate einfach durchnehmen. Eine gezielte Steuerung der Monatsblutung ist somit möglich. Diese Art oraler Kontrazeptiva vermindert nicht nur die monatliche Regelblutung sondern verkürzt diese auch erheblich. Frauen, die früher stark unter PMS litten, berichten von einer neuen Lebensqualität, seitdem sie diese Verhütungsmittel einnehmen. Zumal die Behandlung mit der „Pille“ noch andere angenehme Nebeneffekte hat. Man muss sich nicht um weitere Verhütungsmethoden zur Prävention von Schwangerschaften kümmern.