Reiterhose wegtrainieren?

Die Reiterhose lässt sich nur schwer durch Training oder gesunde Ernährung positiv beeinflussen. Unter den Fettpölsterchen an den Oberschenkeln leiden oft auch sehr dünne Menschen - Reiterhosen sind also Veranlagung.


Die menschliche Körperform, und dazu gehört die Reiterhose, hängt in erster Linie von drei verschiedenen Faktoren ab, die ihrerseits unterschiedliche Wirkungskraft entfalten: Ernährung, Bewegung und Genetik.

1. Ernährung
Es ist offensichtlich, dass eine inadäquate Ernährung unter anderem zu Gewichtsproblemen führen kann. Dies bezieht sich sowohl auf die Qualität als auch die Quantität der Nahrungsmittel. Das bedeutet, dass auch Personen, die augenscheinlich nicht viel essen, an Gewicht zunehmen können, wenn sie nicht ausgewogen essen. Umgekehrt werden Personen, die reichlich aber gesund und ausgewogen essen, ernährungsbedingt nicht zunehmen.

2. Bewegung
Der Faktor Bewegung spielt für Gewicht und Körperform eine wesentliche Rolle. Eine aktive Lebensführung und sportliche Aktivität beeinflussen Gewicht und Gesundheit positiv. Angenehmer Nebeneffekt: Wer sich viel bewegt, darf dafür bezüglich seiner Ernährung auch gerne wiederholt sündigen.

3. Genetik
Der Faktor Genetik ist bedauerlicherweise nicht beeinflussbar. Es ist die Genetik, die bestimmt, wie ein Individuum geformt ist. Einzig und allein bei der Körpergröße scheint die Ernährung, inklusive die der Mutter, eine entscheidenden Rolle zu spielen. Ansonsten bestimmen unsere Gene, wie lang unsere Finger sind, ob unsere Kopfform eher rechteckig oder rund ist oder die Hüften breit oder schmal. Auch die sogenannte Reiterhose, das Fett an der Außenseite der Oberschenkel, ist genetisch bedingt. Es handelt sich bei der Reiterhose nämlich nicht um eine Akkumulation von Fett wegen Übergewichts, sondern um eine individuelle Verteilung der Körpermasse. Eine Person mit Reiterhosen ist demnach nicht zwangsläufig übergewichtig, sondern kann sogar extrem schlank sein.

Reiterhose wegtrainieren?
Es leuchtet ein, dass man gegen ein genetisch festgesetztes Merkmal, quasi eine Laune der Natur, mit Diäten und Krafttraining wenig ausrichten kann. Dort, wo sich Reiterhosen bilden, sitzt auch kein trainierbarer Muskel, der durch spezielle Übungen in Form gebracht werden könnte. Trotzdem erreicht man mit gesunder Ernährung und ausreichender Bewegung, dass die Reiterhose sich nicht weiter ausformt, genauso wie Menschen, die zu Hüftspeck neigen, ihre Ernährung an diesen Umstand anpassen. Außerdem erreicht man so ein straffes Bindegewebe und eine attraktive Silhouette. Wer sich trotzdem mit seiner Reiterhose nicht anfreunden kann, dem bleibt als letzter Ausweg nur der Gang zum Schönheitschirurgen.