Retinoide bei lichtgeschädigter Haut

Kosmetische Produkte, die Retinoide beinhalten, helfen dabei, erste Falten zu bekämpfen und somit das optische Hautbild zu verbessern.


Natürliche und synthetische Formen von Retinol (Vitamin A) werden unter dem Begriff Retinoide zusammengefasst und sind seit vielen Jahren bekannte Anti-Aging-Substanzen. In der Haut trägt Vitamin A zur Regeneration der Differenzierungsprozesse von Keratinozyten bei. Kosmetika und Cremes mit Vitamin A-Säure (Tretinoin) erhöhen die Dicke der Epidermis und die Wasserbindungskapazität der Haut. Somit lassen sich kleinere Fältchen erfolgreich behandeln. Gerade lichtalterungsabhängige Veränderungen der Haut können mit Retinoiden teilweise wieder ausgeglichen werden. In einer Reihe von Untersuchungen zeigte sich, dass die Applikation mit Vitamin A-Säure positive Effekte auf die typischen Hautalterungssymptome ausübt. Die Synthese von neuem Kollagen wird stimuliert, geschädigte Elastin- und Kollagenfasern regeneriert. Tretinoin ist in Deutschland jedoch nur als Arzneimittel gegen Akne erhältlich.

Retionide in vielen Kosmetika
Retinol hat ähnlich günstige Wirkung auf die Hautalterungssymptome und ist in vielen kosmetischen Produkten enthalten, da es sehr gut vertragen wird. Sowohl bei der intrinsischen als auch bei der extrinsischen Hautalterung konnten positive Effekte mit Retinol erhalten werden, es kommt zu einer Reduktion der Expression der Kollagenase und zu einer Stimulation der Kollagensynthese. Ebenfalls positive Wirkungen auf die Symptome der Hautalterung konnten mit Retinaldehyd (Vorstufe von Tretionin) festgestellt werden, auch mithilfe dieser Substanz geht die Aktivität der Kollagenase zurück und teilweise kann es auch zu der Wiederherstellung beschädigter Kollagenfasern kommen.