Rheuma Symptome

Die Rheuma Symptome sind zwar äußerst unterschiedlich ausgeprägt, äußern sich aber in einigen typischen Beschwerden. Dazu gehören fließende Schmerzen in den Gelenken und Schwellungen.


Bereits Theodor Fontane, einer der bekanntesten deutschen Schriftsteller, wusste um die Schwierigkeit der Diagnose von Rheumaerkrankungen. Seiner berühmtesten Romanfigur Effi Briest legt er folgenden Ausspruch in den Mund: „Ein Rheumatismus ist mitunter da, man weiß nicht wie“. Ein Satz, der deutlich macht, dass die Krankheit – auch ohne ganz eindeutige Rheuma Symptome – durchaus spürbar sein kann.

Verlauf
Meistens verläuft eine Erkrankung in kleineren oder auch größeren Schüben. Selbst dann, wenn die Krankheit sicher und zuverlässig diagnostiziert worden ist, müssen die Symptome für den Patienten nicht permanent bemerkbar sein. Bis es zu einem neuen Schub und also einem erneuten Ausbruch kommt, kann durchaus eine längere Zeitspanne vergehen, in welcher der Patient beschwerdefrei bleibt.

Symptome zu Beginn der Erkrankung
Zu Beginn einer Erkrankung leidet die betroffene Person oftmals an einer Überwärmung des Körpers, schmerzhaften Schwellungen und allgemeinen Erschöpfungszuständen. Neben körperlichen Beschwerden bleiben auch seelische Beeinträchtigungen nicht aus. Depressive Verstimmungen, ein gesteigertes Gefühl von Ängstlichkeit und eine damit verbundene Neigung, soziale Kontakte zu meiden, können rheumatische Begleiterscheinungen darstellen.
Weitere Begleiterscheinungen sind Schmerzen bei Bewegung oder Druck, die als fließend, stechend, reißend und ziehend beschrieben werden. „Ich habe ein solches Reißen und Ziehen, es schmerzt mich über den ganzen Rücken hin, und ich glaube beinah, es ist ein Rheumatismus. Ich hätte nicht gedacht, dass das so schmerzhaft sei.“, so die Protagonistin in Theodor Fontanes legendärer Erzählung. Bei dem Ausbruch der Krankheit handelt es sich um einen schleichenden und in Schüben verlaufenden Prozess, der sich sehr langsam entfalten kann.

Anfangsstadium der Rheuma-Erkrankung
Die Erstanzeichen einer Erkrankung können sehr unterschiedlich sein. Unter anderem wird vor allem im Anfangsstadium der Krankheit von Appetitlosigkeit, Gewichtsabnahme, vermehrtem Schwitzen, Fieber, schneller Erschöpfbarkeit, Abgeschlagenheit, Schwächegefühl, Müdigkeit und von einem allumfassenden Krankheitsgefühl beziehungsweise Unwohlsein berichtet.

Krankheitsverlauf
Im weiteren Krankheitsverlauf sind es vor allem sehr starke Gelenkschmerzen, welche in den meisten Fällen nachts und in den frühen Morgenstunden auftreten. Hinzu kann es zu einer sogenannten „Morgen“- oder „Gelenksteifheit“ kommen, welche sich bis zu drei Stunden hinziehen kann. Betroffen sind alle Gelenke (Schulter-, Knie-, Finger-, Hand-, Ellenbogen-, Sprung- und Zehengelenke) und zwar meistens auf beiden Körperseiten. Im Laufe der Krankheit kann die zunehmende Bewegungseinschränkung der Gelenke zu einer vollständigen Zerstörung von Gelenken und Sehnen führen.

Individuell unterschiedlich
Zwar beobachtet man im Verlauf einer Rheuma-Erkrankung ähnliche Symptome bei den Patienten, der Verlauf und die Schwere der Symptome jedoch, sind individuell unterschiedlich. So leidet der eine unter anhaltenden Schmerzen, während andere jahrelang beschwerdefrei bleiben.

Veränderungen der Gelenke
Bei allen Rheumatikern gleich ist die Veränderung der Gelenke, die im fortgeschrittenen Stadium nach außen hin deutlich sichtbar ist. Zu den häufigsten Deformierungen, unter denen ein Rheumatiker leiden muss, sind die sogenannten Rheumaknoten. Hierbei handelt es sich um gummiartige Knoten unter der Haut, die besonders an Stellen erhöhter Belastung, meist an den Streckseiten der Gelenken, entstehen. Diese Rheumaknoten sind typisch für die rheumatoide Arthritis, hier treten sie bei bis zu 25 Prozent aller Patienten auf.

Weitere Veränderungen der Gelenke sind:

  • Ulnadeviation (Abrutschen der Finger nach außen)
  • Schwanenhalsdeformität (letztes Fingerglied knickt nach unten ab)
  • Knopflochdeformität (Fingerknöchel tritt nach oben)

Neben den Gelenken sind häufig auch die verschiedenen Gewebe von Veränderungen unterschiedlichster Ausprägung betroffen. In der Lunge kann es beispielsweise zur Vermehrung des Lungengewebes kommen, eine Lungenfibrose ist die Folge. Zudem können sich verschiedene Schichten der Augen entzünden. Manche Patienten entwickeln eine chronische Augen- und Mundtrockenheit, weil der Speichelfluss und die Produktion der Tränenflüssigkeit eingeschränkt sind.

Lebenserwartung
Die Lebenserwartung von Rheumatikern ist im Gegensatz zu der von gesunden Menschen verkürzt. Diese Tatsache führen Mediziner nicht nur auf die Krankheit selbst zurück, sondern auch auf die zahlreichen Nebenwirkungen, die während der medikamentösen Behandlung rheumatischer Erkrankungen mehr oder weniger zwangsläufig auftreten.
In einem fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung können auch weitere Rheuma Symptome auftreten, die nicht direkt auf die rheumatischen Entzündungen zurückgehen.
 
Lesen Sie auch alles über die unterschiedlichen Therapie-Möglichkeiten bei einer Rheuma-Erkrankung.