Richtig Baby zufüttern

Sie können Ihrem Baby zufüttern, allerdings sollten Sie es dabei nicht zur Nahrungsaufnahme zwingen


Der Übergang von flüssiger zu festerer Kost ist kein leichter. Das Kind muss sich von dem Saug-Schluck-Reflex auf Kaubewegungen umstellen, ein Prozess, der von geduldigen Eltern begleitet werden sollte. In entspannter Atmosphäre – am besten in den frühen Vormittags- oder Nachmittagsstunden, damit sich Nahrungsmittelunverträglichkeiten nicht auf den Schlaf auswirken –, gestaltet sich der erste Versuch in der Regel um einiges leichter und entspannter.

Spielerisch Baby zufüttern
Die Einführung der Beikost sollte immer spielerisch gestaltet sein und niemals unter Zwang stattfinden. Eltern sollten zunächst nur ein einziges Nahrungsmittel – beispielsweise ein wenig Karottenbrei – auf einem stabilen schmalen Plastiklöffel zur Verfügung stellen, damit der kleine Körper Gelegenheit erhält, sich an das verändernde Nahrungsangebot zu gewöhnen. Die angebotene Menge wird in den ersten Tagen nur einige wenige Bissen umfassen, sich aber im Laufe der nachfolgenden Tage und Wochen steigern, bis schließlich eine ganze Mahlzeit mit Beikost bestritten werden kann. Im weiteren Entwicklungsverlauf erfolgt die langsame Umstellung von Muttermilch oder Säuglingsanfangsnahrung auf Beikost. Anfangs sollte nur ein einziges Nahrungsmittel pro Woche eingeführt werden, so lassen sich eventuelle Unverträglichkeiten leichter identifizieren. Allergische Reaktionen können manchmal erst nach bis zu drei Tagen auftreten.

Zwingen Sie Ihr Kind nicht zum Essen
Wenn das Kind den Brei völlig ablehnt, kann man versuchen, etwas Mutter- oder Säuglingsmilch unterzurühren. In manchen Fällen aber zeigt sich, dass das Kind der Nahrungsumstellung völlig ablehnend gegenübersteht. Die Bereitschaft, festere Kost aufzunehmen, fehlt, wenn das Essen ständig wieder hoch gewürgt oder der Kopf weggedreht wird. In so einer Situation wäre es falsch, das Kind zum Essen zu zwingen. Versuchen Eltern regelmäßig, ihrem Kind das Essen aufzudrängen, sind schwere Fütterstörungen nicht auszuschließen. Später können dann sogar ernsthafte Essstörungen auftreten.

Baby zufüttern und Den Hunger stillen
Zu Beginn empfiehlt es sich, direkt nach dem Stillen oder dem Fläschchen etwas Brei anzubieten. Um dem Kind die Gelegenheit zu geben, die neue Geschmacksvielfalt auch zu erfassen, sollte immer nur ein Löffel gefüttert werden. Anfänglich wird die ganze Mahlzeit vielleicht nur aus einem Bissen bestehen, aber diese Menge wird sich im natürlichen Verlauf weiter steigern. Angaben über die genauen Mengen sind schwer zu treffen, da jedes Kind andere Bedürfnisse hat. Manche Kinder sind von Anfang an „gute Esser“ während sich bei anderen die tägliche Nahrungsaufnahme als regelrechter Kampf darstellt. Wenn die Gewichtszunahme im empfohlenen Rahmen liegt, besteht aber kein Grund zur Sorge.

Das Kind sollte möglichst nicht aus dem Gläschen selbst gefüttert werden, wenn dieses noch einmal verwendet werden soll. Die auf dem Löffel verbleibenden Enzyme aus dem Mund des Kindes könnten die restliche Nahrung im Glas verderben.