Richtig bügeln: für knitterfreie Wäsche

Es gibt wohl kaum jemanden, der gerne bügelt. Wenn es zudem noch eine Bundefalte sein muss, steht schnell der Schweiß auf der Stirn. Doch das muss nicht sein. Richtig bügeln ist gar nicht so schwer.


Bügeln gehört zu den unangenehmsten Haushaltstätigkeiten, viele schieben es solange vor sich her, bis sich ein riesiger Berg knittriger Wäsche gebildet hat. Doch soweit muss es nicht kommen. Wenn Sie ein paar einfache Regeln befolgen, können sie schnell und bequem richtig bügeln. Manche sagen sogar, dass das Bügeln einer entspannenden Meditation gleicht.

Was bügeln?
Was muss überhaupt gebügelt werden? Wenn Sie in einem repräsentativen Büro, beispielsweise einer Bank arbeiten, müssen Ihre Hemden absolut knitterfrei und die Bügelfalten rasiermesserscharf sein. Sind Sie jedoch Handwerker, spielt die Knitterfreiheit keine so große Rolle. Sie selbst müssen entscheiden, welche Sachen Sie bügeln wollen. Klassischerweise gehören dazu Oberhemden, T-Shirts, Bettwäsche, Tischdecken und Geschirrtücher.

Sitzen oder Stehen?
Wer zum ersten Mal bügeln möchte, steht vor der entscheidenen Frage, ob er diese Tätigkeit im Stehen oder bequem auf einem Stuhl sitzend in Angriff nehmen sollte. Ärzte sprechen sich für letztere Möglichkeit aus. Es ist die ergonomischere Form, da hierbei der Rücken geschont wird. Selbst bei einem Stunden andauernden Bügelmarathon treten keine Nackenverspannungen auf. Ideal ist ein Stuhl ohne Armlehnen auf Rollen, der in der Höhe verstelbar ist. Voraussetzung ist außerdem, dass das Bügelbrett genügend Beinfreiheit bietet. Wenn Sie bereits Erfahrungen im Bügeln haben und bisher immer gestanden haben, wird das sitzende Bügeln zunächst eine Umstellung sein, bei Rückenbeschwerden ist Sitzen jedoch Pflicht.

Wenn Sie jedoch weiter im Stehen bügeln möchten, sollten Sie einige Änderungen vornehmen. So sollte das Bügelbrett möglichst auf Beckenhöhe eingestellt sein. Wichtig ist zudem so nahe wie möglich an das Brett heranzutreten. Optimal ist es, wenn Sie zum Bügeln in eine leichte Schrittstellung gehen, bei der das vorne stehende Bein leicht gebeugt sein sollte. Für zusätzliche Entlastung sorgt ein kleines Fußbänkchen, auf das abwechselnd die Füße gestellt werden. Um den Rücken weiter zu entlasten, stellen Sie den Wäschekorb auf einen Stuhl, so wird Bücken überflüssig.

Welches Bügeleisen?
Ihr altes Bügeleisen genügt Ihren Ansprüchen nicht mehr? Oder es ist schlichtweg kaputt? Dann haben Sie in der Tat ein Problem, denn die Auswahl ist schlicht überwältigend. Wenn Sie nun denken, einfach das teuerste zu wählen, liegen Sie falsch. Denn nicht der Preis allein ist Kriterium für Qualität. Achten Sie auf die Wattzahl, je höher diese liegt, umso schneller heizt sich das Bügeleisen auf. Wenn es ein Dampfgerät sein soll, müssen Sie auf die Größe des Wassertanks, die Anzahl der Düsen sowie deren Verteilung. Die Größe des Tanks entscheidet darüber, wie oft sie Wasser nachfüllen müssen. Aber groß ist nicht unbedingt besser, da das Wasser Rückstände bilden kann, wenn es nicht sofort verbraucht wird. Zudem müssen Sie entscheiden, ob Sie eine beschichtete Sohle, eine aus Edelstahl oder eine aus nichtrostendem Stahl möchten.

Die richtige Temperatur
Bevor Sie nun beginnen, einfach loszubügeln, sollten Sie sich Ihre Kleidungsstücke genauer ansehen. Manche vertragen nur eine ganz geringe Temperatur, manche dürfen gar nicht gebügelt werden. Aufschluss über die richtige Temperatur geben die kleinen Schildchen, die an jeder Textilie befestigt sind.

Richtig Bügeln für Anspruchsvolle
Mit einiger Erfahrung wird auch Ihnen das Bügeln immer leichter fallen. Einige Problemfälle lauern jedoch und warten darauf gemeistert zu werden. Zu diesen gehören beispielsweise die Bügelfalte oder T-Shirts mit glitzernden Applikationen. Aber auch hier gibt es Tipps und Tricks.