Richtig verhalten auf Betriebsfeiern

Betriebsfeiern sind eine heikle Angelegenheit. Hier muss man etliche Party-Fallen umschiffen und trotzdem möglichst locker auftreten.


Erst völlig stolz Fotos von Frau, Kindern, Boot und Haus herumzeigen und dann mit der Auszubildenden verschwinden. Vor dem Chef über den Chef herziehen, in die Bowle urinieren, auf dem Tisch nackt Lambada tanzen oder erst nach drei Stunden feststellen, dass die eigene Firma ganz woanders feiert. Nein, all diese Beispiele sind keine Tipps, wie Sie am besten durch die Betriebsfeier kommen, ohne sich zu blamieren. Diese Dinge, tatsächlich alle passiert, sind Beispiele dafür, wie Betriebsfeiern für Sie mit Kündigung oder beruflicher Ausgrenzung enden könnten! Dabei ist es doch eigentlich gar nicht so schwer, ein nettes Fest mit seinen Kollegen zu verleben.

Betriebsfeiern: Fehltritte vermeiden

  • Vermeiden Sie einen kompletten Rollentausch in Sachen Outfit. Wer im Büro meist bieder und schlicht angezogen ist und auf der Firmenfeier dann plötzlich in gewagten Farbkombinationen und knappen Röcken auftaucht, bietet garantiert hinterher Stoff für Lästereien im Büro. Bleiben Sie also Ihrem Stil treu – immerhin wollen Sie doch niemanden (so offensichtlich) beeindrucken, oder? Auch sollte die Kleidung generell den ganzen Abend über angelassen werden. Spontaner Striptease – besser nicht!
  • Frust draußen lassen: Auch, wenn am Tag vorher noch Streit und heftige Auseinandersetzungen im Büro herrschten, sollten Sie diese doch besser für einen Moment vergessen. Seien Sie fröhlich, locker und gut gelaunt. Übertreiben Sie es aber nicht. Aufgesetzte Lachattacken und ein fest gefrorenes Grinsen können keinen täuschen und wirken zudem albern.
  • Small talk, please! In großen Gruppen sollten Sie auf schwere Themen wie Sex, Beziehungskisten, Geldprobleme und Beförderungswünsche verzichten. Small Talk eignet sich hier um einiges besser, als wenn Sie Ihre tiefsten Ängste aussprechen. Plaudern Sie über den nächsten Urlaub oder über Kindheitserinnerungen. Das umschifft heikle Themen, die zu viel preisgeben könnten, wirkt aber trotzdem locker und persönlich.
  • Kein Neid auf Firmenfeiern: Verzichten Sie auf Machtkämpfe am Buffet. Wen interessiert es schon, ob der Chef nun das letzte Stück Fleisch bekommt oder nicht? Und auch wenn der vor Ihnen beförderte Kollege das beste Tiramisu absahnen kann – bewahren Sie Ruhe und behalten Sie Ihren Ärger für sich. Schließlich sind Sie nicht im Kindergarten. Auch bei möglichen Programmbeiträgen Ihrerseits sollten unterschwellige Sticheleien oder fiese Späße auf Kosten anderer unterlassen werden. Nur taktvolle Slapsticks sind erlaubt.

Nicht allzu viel trinken

  • Ganz wichtig auf Betriebsfeiern und leider nie wirklich beherzigt: Alkoholkonsum eingrenzen. Die peinlichsten Sachen würden Sie niemals tun, wenn Sie komplett nüchtern wären. Legen Sie vorher fest, wie viel Sie trinken wollen. Dann kann nichts schiefgehen.
  • Auch sollten Sie Taktgefühl gegenüber angesäuselten Kollegen oder Chefs zeigen und diese nicht öffentlich zur Schau stellen. So etwas merkt sich auch der betrunkenste Kollege für immer! Besser ist es, dem Betroffenen unter die Arme zu greifen, ihm ein Taxi zu rufen oder ihn geschickt zu übersehen.
  • Knutschereien und Ähnliches mit anderen sollten Sie auch lieber lassen. Firmengerüchte verbreiten sich wie Lauffeuer und sind schlecht zu ersticken. Es wird Ihnen ewig nachhängen und das Arbeitsklima nicht verbessern.
  • Im Fokus des letzten, aber nicht minder wichtigen Tipps steht der Morgen danach. Wenn nicht Sonntag ist und Sie Ihren möglichen Kater ausschlafen können, sollten Sie nicht vom Büro fernbleiben. Gehen Sie hin, egal, was war und egal, ob es später wurde als geplant. Das macht Ihrem Chef Eindruck, denn, wer feiern kann, der kann auch arbeiten!