Die Ringelblume ist nicht nur in vielen Gärten zu finden, sondern auch in unzähligen Pflegeprodukten und heilpflanzlichen Zubereitungen. Aus gutem Grund, denn sie ist eine vielseitige Heilpflanze, die innerlich und äußerlich angewendet werden kann.
Herkunft und Verbreitung
Die Ringelblume ist eine einjährige, selten zweijährige, Pflanze aus der Familie der Korbblütler. Sie stammt ursprünglich wahrscheinlich aus dem Mittelmeerraum, wird jedoch in ganz Europa kultiviert. Die Pflanze bevorzugt lockere, nährstoffreiche Böden, und man findet immer wieder verwilderte Exemplare. Aufgrund ihres geraden Wuchses und der üppigen korbförmigen Blüten sind Ringelblumen bei vielen Gärtnern beliebt. Sie bringen Farbe in den Garten und sind die leuchtendorangen Vorboten des Sommers. Doch auch in vielen Badezimmern findet man die Blüten. Ihre Abbildung ziert die Etiketten von Salben und Cremes, die Ringelblumenextrakte enthalten. Oft wird die Ringelblume unter ihrem lateinischen Namen Calendula Officinalis als pflegende oder heilende Zutat zugesetzt.
Ringelblumentee hilft bei Entzündungen und lindert Schmerzen
Die Wirkstoffe der Ringelbume stecken in den Blüten. Es sind vor allem die Pflanzenfarbstoffe wie Flavonoide und Carotinoide, aber auch die Saponine, die die Ringelblume zur Heilpflanze machen.
Ringelblumentee kann innerlich und äußerlich angewendet werden. Die Wirkstoffe helfen vor allem bei Entzündungen. Sie wirken entzündungshemmend und antibakteriell, außerdem lindernd, abschwellend und adstringierend, also zusammenziehend. Zudem fördern sie die Bildung von neuem Gewebe und damit die Wundheilung. So wird die Ringelblume gerne äußerlich bei Hauterkrankungen und Verletzungen, Ausschlag und wunden Stellen oder bei Entzündungen der Mundschleimhaut eingesetzt. Innerlich angewendet hilft Ringelblumentee unter anderem bei Magen-Darm-Erkrankungen und -geschwüren, geschwollenen Lymphknoten, Schwindel, Kopfschmerzen und allgemeinem Unwohlsein. Frauen schätzen besonders die krampflösende und schmerzstillende Wirkung, die bei Regelschmerzen und Wechseljahresbeschwerden Linderung verschafft.
Zubereitung
Ringelblumentee lässt sich problemlos zu Hause herstellen. Übergießen sie einen Teelöffel Ringelblumenblüten mit kochend heißem Wasser und lassen Sie den Aufguss fünf bis zehn Minuten ziehen. Zur inneren Anwendung können Sie täglich bis zu drei Tassen Ringelblumentee trinken. Zur äußeren Anwendung lassen Sie den Aufguss abkühlen. Danach kann er für Mundspülungen, zum Gurgeln und in lindernden Umschlägen eingesetzt werden.