Die Auslöser für eine Depression werden von verschiedenen Einfluss- und Risikofaktoren gestützt. Genau ist nicht klar, warum einige Menschen zu Depressionen neigen, während andere, die ähnliche Probleme und Erfahrungen haben, nicht dazu tendieren. Für den Betroffenen und auch für Angehörige haben die Depressionen oftmals keinen erkennbaren Grund. Jedoch können einige Einflussgrößen für die Entwicklung von Depressionen festgehalten werden.
Risikofaktoren Depressionen - Genetik
Die Wahrscheinlichkeit an einer Depression zu erkranken, ist unter Verwandten ersten Grades dreimal so hoch wie die Erkrankungshäufigkeit bei gesunden Verwandten. Leidet ein Elternteil an einer depressiven Störung, dann hat das Kind ein Risiko von 25 Prozent auch selbst einmal eine derartige Depression zu erleben. Sind beide Elternteile betroffen, dann steigt das Risiko auf circa 60 Prozent. Welche Gene beteiligt sind, ist noch nicht klar. Gesichert ist aber, dass eine genetische Veranlagung nicht zwangsläufig eine Depression auslösen muss, hier müssen noch weitere Faktoren hinzutreten.
Geschlecht
Es ist nachgewiesen, dass Frauen doppelt so häufig an Depressionen leiden wie Männer. Daneben treten beim weiblichen Geschlecht die depressiven Symptome früher im Leben auf. Während Frauen eher Mutlosigkeit aufweisen, tendieren Männer häufig zu aggressivem Verhalten. Die Grundsymptome sind aber gleich. Jedoch ist die Anzahl von depressiven Phasen (Episoden) bei Frauen im Leben höher und statistisch gesehen treten Männer häufiger durch den Freitod aus dem Leben. Als Erklärung könnte hier hinzugezogen werden, dass Männer seltener Hilfe suchen und zum Arzt gehen, als Frauen. In der Diskussion für die geschlechtsspezifischen Unterschiede stehen als Erklärung neben Hormonen auch gesellschaftliche Phänomene.
Alter
Eine Depression kann in jedem Alter auftreten, jedoch liegt die Ersterkrankung gerade zwischen 18 und 25 Jahren sehr hoch. Die Dysthymie, eine chronische Depressionsform, wird bis zum 30. Lebensjahr sehr wahrscheinlich, danach fällt die Wahrscheinlichkeit wieder ab. Eine Depression ist die häufigste psychische Störung bei alten Menschen. Hier spielt möglicherweise die schwindende Fitness und vermehrte Einsamkeit eine Rolle.
Risikofaktoren Depressionen - Medikamente
Einige Medikamente können als Nebenwirkung zu Depressionen führen, hierzu zählen zum Beispiel die Anti-Baby-Pille und Betarezeptorenblocker. Auch Interferon und Isotretinoin scheinen zu Depressionen führen zu können. Präparate für die Malariaprophylaxe haben im schlimmsten Fall ebenfalls eine Depression zur Folge. Bei Verdacht auf eine Wechselwirkung oder Nebenwirkung mit einem Medikament ist der Arzt aufzusuchen und das Medikament gegebenenfalls gegen ein anderes zu wechseln.