Riskofaktoren für einen Schlaganfall

Eine der größten Risikofaktoren für einen Schlaganfall ist die Arteriosklerose, die Ablagerung kalkhaltiger Stoffe an den Gefäßwänden.


Dass ein Schlaganfall für die Betroffenen überraschend kommt, heißt nicht, dass er generell nicht vorhersagbar wäre. Es gibt eine Reihe von Risikofaktoren, die das Auftreten von Schlaganfällen wahrscheinlicher machen. Viele von ihnen sind, zumindest teilweise, beeinflussbar. Man ist einem Schlaganfall also nicht hilflos ausgeliefert.

Arteriosklerose
Eine der häufigsten Ursachen für Schlaganfälle ist die Arteriosklerose. So bezeichnet man die Verengung und Verhärtung der Arterien durch Ablagerungen von Fetten, Bindegewebe, Blutzellen und Kalk an den Gefäßwänden. Dies kann passieren, wenn die Wände der Blutgefäße beschädigt sind. Die sonst glatte Oberfläche wird durch diese Vorgänge aufgeraut, Stoffe, die unter normalen Umständen mit dem Blutstrom wie vorgesehen zum beabsichtigtem Zielort weitertransportiert werden, finden dort eine Grundlage, um sich anzusiedeln und später fest anzuwachsen.

Nicht nur an der Gefäßwand lagern sich Stoffe ab, sie dringen auch in diese selbst ein und sorgen dort für Entzündungen. Dadurch werden die Wände an sich dicker, der Durchmesser des Gefäßes verkleinert sich. Die Folgen jedoch sind dieselben: Die Durchblutung wird nachhaltig gestört. Außerdem verlieren die Blutgefäße durch die Ablagerungen an Elastizität und können sich weniger gut auf Veränderungen einstellen. Schon einfache Belastungen wie das Spazierengehen verlangen den betroffenen Arterien und damit auch dem Herzen Höchstleistungen ab. Im schlimmsten Fall kann die Durchblutungsstörung bis hin zum völligen Verschluss des Gefäßes oder zur Entstehung von Blutgerinnseln führen, die wiederum dafür verantwortlich sind, dass das Blut nicht mehr ungehindert fließen kann.

Die Ablagerungen an den Wänden der Arterien gehören bis zu einem gewissen Maße zum Alterungsprozess des Körpers dazu, treffen also mit zunehmenden Jahren jeden. Besonders häufig betroffen sind sie im Bereich der Beine, der Herzkranzgefäße und des Gehirns. Nicht zum normalen Altersprozess gehören Folgen, die aufgrund eines schlechten Lebenswandels entstehen. Zu fettes Essen, übermäßiger Alkoholgenuss, Rauchen sowie daraus entstehende Folgeerkrankungen etwa Übergewicht, Diabetes und Bluthochdruck bewirken vorzeitige Gefäßschäden.