Röntgenstrahlen - Der durchleuchtete Mensch

Seit knapp 100 Jahren kann man mittels des Röntgengerätes Knochen und Tumore von Menschen auf Bildern sehen. Die ähnlichen Eigenschaften der Röntgenstrahlen im Gegensatz zum Licht machen das möglich


Die Röntgenstrahlung kommt in der Medizin seit knapp 100 Jahren zum Einsatz. Heutzutage werden in der Radiologie im Krankenhaus Röntgenstrahlen hauptsächlich zur Diagnose eingesetzt. Nicht nur Knochenbrüche, auch Tumore können durch die Gammastrahlung sichtbar gemacht werden. Doch wie funktioniert die Röntgenstrahlung eigentlich?
Da sie ähnliche Eigenschaften wie das Licht besitzt, kann die Röntgenstrahlung den menschlichen Körper einfach durchdringen.

 

Vorteile der Röntgenstrahlung

Der einzige Unterschied, den Röntgenstrahlen im Vergleich mit normalen Licht haben, ist die Tatsache, dass Röntgenstrahlen viel energiereicher sind. Einige können daher fast ohne eine Abschwächung den menschlichen Organismus durchdringen. Allerdings gelingt das nicht allen Röntgenstrahlen, und somit wird ein kleiner Teil vom Körper abgefangen. Denn die Zusammensetzung von Gewebe und Organen entscheidet über die Durchlässigkeit der Röntgenstrahlen und reflektiert damit unterschiedliche Graustufen auf dem späteren Röntgenbild. Da Knochen noch mehr Strahlung absorbieren als z.B. Organe werfen diese Schatten, die später deutlich erkennbar sind. Manchmal ist es auch notwendig, mehrere Betrachtungswinkel  zu haben. So ist es für den Radiologen leichter, eine eindeutige Diagnose zu stellen.

Einsatz von Kontrastmitteln
Zur Abgrenzung bestimmter Strukturen kann es allerdings auch zum Einsatz von Kontrastmittel kommen. Lösliche Iodverbindungen und Kohlendioxid werden z.B. als Injektion in die Gefäße gespritzt. Bei einer Dickdarmdarstellung reicht es, pure Luft als Kontrastmittel zu verwenden. Dennoch sollte man ein wenig vorsichtig beim Einsatz von Kontrastmitteln sein. Denn wenn Barium-Kontrastmittel aus dem Verdauungstrakt austreten kann, verkapselt es sich sofort und verursacht eine Entzündung. Auch darf Barium nicht eingeatmet werden, da es in der Lunge eine Lungenentzündung hervorrufen kann.

 

Röntgenstrahlen gefährlich für den Menschen?
Generell ist das Röntgen nicht gefährlich und tut auch nicht weh. Lediglich die Mammografie ist für die Frau etwas unangenehm, da für die Aufnahme die Brust jeweils zwischen zwei Platten gepresst wird. Dennoch sollte man sich nicht zu oft röntgen lassen. In der Regel sollte diese Methode nur mit Nutzen, sprich zur nähergehenden Untersuchung eines Befundes, eingesetzt werden.

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