Rötel Impfung - Schwangere benötigen einen Impfschutz

Röteln ist eine Virusinfektion, die über Tröpfcheninfektion übertragen wird. Die Rötel Impfung hilft dabei, sich nicht mit dieser Krankheit zu infizieren.


Bei den Röteln handelt es sich um eine Virusinfektion, die sich über Husten, Niesen und Sprechen von Mensch zu Mensch übertragen kann. Für Kinder, die an Röteln erkranken, ist die Infektion meist als harmlos einzustufen und die Röteln gehören im Volksmund auch zu den sogenannten Kinderkrankheiten. So kommt es bei 50 Prozent der infizierten Kinder auch nicht zu den für die Krankheit typischen Symptomen. Diese wären eine leichte Infektion der Atemwege, die auffällige Hautrötung, meist im Gesicht. Wobei sich der Ausschlag bereits nach zwei bis drei Tagen wieder zurückbildet.

 

Geringe Gefahr einer Meningitis
Manche Erwachsene leiden auch unter Gelenkschmerzen. Bei einer Wahrscheinlichkeit von 1:6.000 kann es auch zu einer Entzündung des Sehnervs und des Rückenmarks kommen. Die Gefahr, dass die Röteln eine Hirnhautentzündung hervorrufen, liegt bei 1:20.000.

 

Infektionen in der Schwangerschaft gefährlich
Für Schwangere stellen die Röteln aber eine ganz besondere Gefahr für die Entwicklung des Fötus dar. Über 60 Prozent der betroffenen Babys kommen mit Augenschäden, Hirnschäden oder gar taub zur Welt. Die größte Gefahr einer solchen Schädigung besteht bei einer Infektion mit Röteln vom ersten bis zum dritten Monat der beginnenden Schwangerschaft. Deshalb sollte jede Frau und jedes Mädchen im gebärfähigen Alter über einen ausreichenden Rötel Impfschutz verfügen.

 

Rötel Impfung auch für Kinder empfohlen
Daher ist die Impfung gegen Röteln auch für alle Kinder empfohlen. Sie kann in einer Dreifachkombination zusammen mit Mumps und Masern erfolgen. Der Impfstoff enthält stark abgeschwächte, aber lebende Erreger der Röteln. Diese können die Krankheit nicht auslösen und rufen eine Immunreaktion im Körper hervor. Die Impfung kann in den Oberarmmuskel, seitlich ins Gesäß oder in den Oberarmmuskel erfolgen.

 

Nebenwirkungen
Die Nebenwirkungen bei einer Rötel Impfung belaufen sich auf leichte Schwellungen an der Einstichstelle. Bei der Kombinationsimpfung kann es auch zu einer Schwellung der Lymphknoten, vor allem im Nackenbereich kommen. Auch ein leichter Ausschlag oder Gelenkschmerzen treten gelegentlich auf. Leichte Symptome der Masern können auch noch zwei Wochen nach der Impfung auftreten, die von leichtem Fieber begleitet werden. In seltenen Fällen schwellen auch die Speicheldrüsen an.

Bei Menschen, die eine Allergie gegen Hühnereiweiß haben, sollte die Impfung, insbesondere bei Kindern, vorher mit dem Hausarzt besprochen werden. Kinder mit Neurodermitis können sich aber ohne Sorge impfen lassen.

 

 

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