Rollige Katze - kastrieren oder nicht?

Wer seine rollige Katze einsperrt, hat schon bald schlaflose Nächte.


Auch Katzen haben Sex, jawohl! Gerade weibliche Katzen haben ein recht ausgeprägtes Sexualleben und können bis zu mehrere Male im Jahr trächtig werden, wenn sich ausreichend viele Partner in der Umgebung finden. Aber nicht immer ist eine rollige, also eine paarungsbereite Katze, angenehm für den Menschen, denn durch ausgeprägtes Verhalten kann sie diesem ganz schön auf die Nerven gehen.

Erste Anzeichen der Rolligkeit
Ab dem sechsten bis neunten Lebensmonat sind Katzen geschlechtsreif. Das heißt ab diesem Alter können sie sich fortpflanzen. Dass eine Katze paarungsbereit ist, merkt man daran, dass sie ihr Verhalten ändert. Die Katze wird auffallend schmusig, sie schmeichelt allen Menschen um die Beine und will immer gestreichelt und liebkost werden. Gerade, wenn sie am Kreuz gekrault wird, scheint die Katze es sehr zu genießen und reckt ihren Schwanz weit nach oben, in letzter Instanz sogar schräg zur Seite. Ein weiteres Zeichen für Läufigkeit ist, dass sie sich oft auf dem Boden umherrollt und sie erwartungsvoll anschaut. Daher kommt auch die Bezeichnung rollige Katze.
Oft macht die Katze auch nachts mit ausgiebigen Miauen in dunkler Stimmlage auf ihre Libido aufmerksam. Wenn die Katze im Haus gehalten wird und nicht raus kann, wird dieses Verhalten zur Tortur für den Menschen, denn sie miaut so lange nach einem Partner, bis einer kommt. Dass er gar nicht kommen kann, weiß sie ja nicht!

Kastration ist der angenehme Weg
Freilaufende Katzen sind immer sexuell aktiv, legen aber von Oktober bis Januar eine Pause ein, in der sie nicht schwanger werden können. Wohnungskatzen allerdings können immer, mit Ausnahme von kleinen Pausen von zwei bis maximal drei Wochen. Das Problem bei Katzen, die nur drinnen gehalten werden ist aber, dass, wenn sie in der rolligen Phase nicht von einem Kater Besuch bekommen, es zu einer Dauerrolligkeit kommen kann. Das ist nicht nur für den Menschen sehr unangenehm, sondern auch für die rollige Katze selber. Deshalb lassen viele Halter ihre Kätzin bald kastrieren, wenn Sie keinen Nachwuchs (mehr) bekommen möchten.

Was bedeutet Kastration?
Eine Kastration der Katze ist keine Sache, vor der sich gefürchtet werden müsste. Möglich ist dieser kleine, operative Eingriff bei einer weiblichen Katze ab dem zehnten bis zwölften Monat. Bei einer Kastration werden die Eierstöcke sowie ein Teil der Gebärmutter des Tieres unter Vollnarkose entfernt. Für jeden Tierarzt ist solch ein Eingriff nicht nur ein Routine-Eingriff, sondern auch schnell erledigt. In vielen Fällen ist bereits schon am nächsten Tag alles wieder vergessen und die Katze putzmunter unterwegs. Nur sehr selten treten Komplikationen auf.

Kastration macht NICHT dick
Wenn Sie mit der Katze nicht noch Nachwuchs planen und Sie Ihre Katze hauptsächlich in der Wohnung halten, sollten Sie sich mit einer frühzeitigen Kastration beschäftigen. Das spart nicht nur der Katze eine Menge Nerven, sondern auch Ihnen. Auch das Gerücht, dass kastrierte Katzen meist dick und faul werden, stimmt nicht. Dick wird ihre Katze nur, wenn sie zu viel gefüttert wird. Die Faulheit ist dann nur die logische Folge einer angewachsenen Körperfülle.