Rosacea Couperose : Altersakne, die keine ist

Obwohl eine Rosacea Couperose teilweise wie Akne aussieht, handelt es sich hierbei um eine ganz andere Erkrankung, die auch ernstere Folgen haben kann.


Bei Rosacea Couperose handelt es sich um eine entzündliche Hautkrankheit, die in Schüben auftritt und die sich durch unterschiedlich stark ausgeprägte rote Flecken und entzündete Knötchen im Gesicht auszeichnet. Sie tritt etwa ab dem 40. Lebensjahr auf und nimmt bei männlichen Patienten einen schwereren Verlauf. Etwa sieben Millionen Deutsche sind von der Krankheit betroffen. Sie wirdfälschlicherweise auch als „acne rosacea“ bezeichnet, hat mit Akne aber eigentlich nichts zu tun.

Beschwerden individuell verschieden
Eine Rosacea-Erkrankung kann sich bei jedem Betroffenen auf ganz unterschiedliche Weise zeigen. Von zarten Rötungen, über kleine Bläschen bis hin zu ausgedehnten eitrigen Entzündungen oder einer stark verunstalteten Nase sind alle Ausprägungen möglich. Der Mediziner unterscheidet vier Stadien, die jedoch nicht notwendigerweise aufeinander folgen müssen.
Im ersten Stadium zeigen sich zunächst Flecken, die symmetrisch im Gesicht angeordnet sind. Sie erscheinen auf den Wangen, der Nase und auf der Stirn. An diesen Stellen werden auch die geplatzte Äderchen (Couperose) zuerst sichtbar. Das zweite Stadium ist charakterisiert durch kleine, feste entzündete Knoten (Papeln) und kleine Eiterbläschen, beides ist auch für eine Akne typisch, jedoch treten bei der Rosazea keine Mitesser auf. Im dritten Stadium ist das Gesicht fast durchgehend rot und es zeigt sich ein dichtes Netz aus erweiterten Äderchen. Die Haut ist grobporig, das Gesicht geschwollen, die Schwellungen können sich auch auf Augen und Ohren ausweiten. Für das vierte Stadium schließlich ist das sogenannte Rhinophym typisch. Hierbei handelt es sich um eine stark geschwollene, rote Nase, die mit kleinen und größeren Verdickungen der Talgdrüsen einhergeht. Im Volksmund wird eine solche Nase auch als Säufernase bezeichnet.

Eventuelle Folgekrankheiten
Bei schweren Verläufen kann Rosacea auch die Augen betroffen. Dann drohen Bindehaut- und Lidrandentzündungen. Rosazea-Patienten leiden allgemein unter trockenen Augen, im schlimmsten Fall ist eine Hornhautentzündung oder sogar eine Erblindung möglich, wenn die Krankheit nicht rechtzeitig und richtig behandelt wird.

Ursachen
Die Ursachen der  Rosacea Couperose konnten wissenschaftlich noch nicht eindeutig belegt werden, Wissenschaftler hegen jedoch einleuchtende Vermutungen. Sehr wahrscheinlich ist, dass die Regulation der Blutgefäßversorgung zwischen Gehirn und Gesichtshaut gestört ist. Auch eine vererbte Veränderung der Talgdrüsen ist anzunehmen, insbesondere da es in Familien gehäuft zu der Erkrankung kommt. Weitere mögliche Erklärungen sind:

  • Magensaftstörung
  • Erkrankungen der Leber
  • Hautmilbe Dermodex Folliculorum
  • Besiedelung des Magen-Darm-Trakts mit dem Bakterium Heliobacter Pylori

Neben den eigentlichen Ursachen konnte beobachtet werden, dass es bei jedem Betroffenen individuelle Auslöser gibt. So können Hitze, Sonneneinstrahlung, scharfe Gewürze, Alkohol, Stress oder Temperaturwechsel einen Schub auslösen. Sind die Auslöser bekannt, sollten diese dementsprechend reduziert werden.

Behandlung
In vielen Fällen gleicht die Behandlung der einer Akne-Erkrankung. So sollten Rosacea-Patienten auf eine gründliche Hautreinigung achten, sowie auf fettige Cremes und andauernde Sonneneinstrahlung verzichten. Um keine Schübe zu provozieren, sollte das Gesicht möglichst kühl gehalten werden.
Die eigentliche Therapie wird auf die Schwere der Ausprägung abgestimmt. In leichten Fällen genügt eine Antibiotika-Creme. Oftmals wird auch eine Kombinationsbehandlung aus dieser Creme und Antibiotika-Tabletten angewandt. In schweren Fällen kommt ein Vitamin-A-Säure-Präparat (Isotretinoin) zum Einsatz, das jedoch nur gering dosiert sein sollte. Hat sich ein Rhinophym gebildet, können die Verdickungen chirurgisch entfernt werden, den geplatzten Äderchen wird man mit Laserbehandlungen Herr.