Rosen im Garten

Schon seit Jahrtausenden faszinieren Rosen im Garten die Menschen. 600 vor Christus betitelte die griechische Dichterin Sappho die Rose erstmals als ,,Königin der Blumen\" und bei unzähligen Herrschern gehörte ein kultivierter Rosengarten zum Ansehen einfach dazu.


Die Gattung Rose (lat. Rosa) gehört zu der Familie der Rosengewächse und umfasst 100 bis 250 unterschiedliche Arten. Ursprünglich als Wildrose kam sie nur auf der Nordhalbkugel in gemäßigten und subtropischen Klimazonen vor. Nun ist sie auf der ganzen Welt verbreitet und wird seit über zweitausend Jahren als Zierpflanze gezüchtet, Rosen im Garten sind sehr beliebt. Eigentlich ist die Rose keine Blume, sondern ein sommer- manchmal immergrüner Strauch. Durch ihr sehr typisches Aussehen grenzt sie sich deutlich als Gattung ab: Stamm, Zweige und Äste sind mit Stacheln besetzt, die umgangssprachlich Dornen genannt werden. Ihre Früchte sind Hagebutten, eine Sammel-Nuss-Frucht, und sie besitzt immer unpaarig gefiederte Blätter.

Kulturelle Geschichte
Schon seit Jahrtausenden vor Christus wurden die Rose in prächtigen königlichen Gärten in China, Persien und Ägypten kultiviert. Der Kult um sie kam vermutlich auch aus Kleinasien nach Griechenland. Dort wurde sie Gegenstand von dichterischer Verehrung und ging in mythologische Erzählungen ein. Während der Römerzeit erlangte ihre Verehrung die erste europäische Blütezeit. Es fand kein Festmahl statt, ohne dass alles mit Rosenblüten ausgestreut wurde, dazu wurde sie im großen Stil aus Ägypten importiert.
Später, im Mittelalter ebbte der Kult um sie als Kulturpflanze ab und sie wurde hauptsächlich noch in Klostergärten als Heilpflanze angebaut. Mit den Kreuzzügen kam die orientalische Gartenrose nach Europa und erst nach der Reformationszeit stieg wieder das Interesse an ihr als Kulturpflanze. Von da an entwickelte sie sich zu einem festen Bestandteil der Gartenkultur und einem Zuchtobjekt. Heute finden sich bei uns Deutschen viele Rosen im Garten.

Symbolik der Rose
Der Symbolgehalt der Rose ist sehr vielfältig und ambivalent. Immer schon stand sie allgemein für Schönheit, Liebe, Freude, Wahrheit und Jugend. Sie fand Eingang in die Poesie und mythologische Erzählungen. So wird von der Entstehung der Rose gesagt, sie sei das Überbleibsel der Morgenröte, oder auch, sie sei gemeinsam mit Aphrodite dem Meeresschaum entstiegen.
Im Christentum ist sie Teil des Mariakultes geworden. So wird Maria oft als „einzige Rose ohne Dornen“ oder „die Rose unter den Frauen“ bezeichnet, wobei die Rose für Unberührtheit und Reinheit steht.
Der vordergründig positive Symbolcharakter wird aber wegen ihren Dornen und Verblühen durch Assoziationen mit Schmerz, Tod und Vergänglichkeit ergänzt. Seit dem Altertum gilt vor allem die weiße Rose als Zeichen der Verschwiegenheit. Alle Gespräche die „sub rosa“ geführt wurden galten als geheim.