Rosen im Sommer

Rosen im Sommer stehen in voller Blüte, es muss sich aber trotzdem um die Pflanzen gekümmert werden.


Wenn der Sommer heiß, trocken und nahezu wolkenlos ist und viele Wochen kein Regen vom Himmel fällt, wird der Gartenfreund unruhig und macht sich unnötigerweise Gedanken darum, ob die Rosen im Sommer auch genügend Wasser haben, oder ob noch genügend Nährstoffe im Boden vorhanden sind. Dabei ist das ein Problem, welches die Rose ganz von allein lösen kann.

Nicht zu viel Wasser, bitte!
Auch, wenn die königliche Pflanze den Eindruck macht: Oft und viel gegossen und betüttelt werden muss sie eigentlich nicht. Was den Wasserhaushalt angeht, hat sie extra für trockene Sommermonate tiefe Pfahlwurzeln, die bis zu einem Meter in die Erde reichen. Dort unten suchen sie sich die Flüssigkeit und beziehen sie daher. Deshalb sollten Sie davon absehen, jeden Tag etwas nachzugießen.
Stehen Ihre Rosen mehrere Stunden täglich in der Sonne, reicht es vollkommen aus, nur ein bis zwei Mal die Woche kräftig zu gießen. Dies darf aber nicht von oben erfolgen, sondern sollte nur den Wurzelbereich betreffen. Sind die Blätter zu nass und bleibt das Wasser stehen ist das ein perfekter Nährboden für Krankheiten wie den Mehltau oder den Rosenrost. Sollte Ihre Pflanze von diesem Befall betroffen sein, sollten Sie die Blätter abschneiden und im Müll entsorgen, sodass sich die Krankheit nicht weiter ausbreiten kann.

Rosen im Sommer schneiden
Der Sommerschnitt ist einer der Hauptpunkte, wenn es um die Rosenpflege im Sommer geht. Bei Rosen, die nur einmal pro Jahr blühen, müssen Sie die verblühten Köpfe nicht direkt abschneiden, wer möchte kann diese auch dran lassen und die ansetzenden Hagebutten beobachten, die dann erscheinen.
Mehrmalsblüher müssen nach jeder Blüte beschnitten werden, damit die Pflanze nicht unnötige Kraft verschenkt. Dazu setzen Sie mit der Rosenschere unter dem ersten fünffach gefiedertem Blatt an. Bei Strauch- und Kletterrosen kann der Beschnitt auch schon über dem nächsten oder dem darauf folgendem Blatt gemacht werden.

Düngen, aber nicht zu spät
Gedüngt werden muss auch im Sommer. Am besten ist es mit Kompost zu düngen oder ein wenig organischem Dünger. Dies sollte direkt nach der ersten Blüte geschehen. Auch darf nicht zu viel gedüngt werden, es reichen maximal drei Hände voll Düngemittel, das leicht in den Boden eingearbeitet wird.
Die letzte Düngung sollte Ende Juli oder Mitte August erfolgen. Wird zu spät gedüngt, können die Triebe bis zur kalten Jahreszeit nicht mehr ausreifen, was ein Erfrieren der selbigen zur Folge hätte. Achten Sie also darauf, Ihre Pflanze rechtzeitig zu düngen.
Auch sollte der Boden immer wieder und regelmäßig aufgelockert werden, damit sich die Erde nicht verdichtet. So wird der Boden dann auch gut durchlüftet, Wasser kann versickern und somit die Wurzeln besser mit Feuchtigkeit versorgen.