Rosen winterhart machen

Sollen die Pflanzen den Winter ohne Schäden überstehen, sollten Sie Ihre Rosen winterhart machen.


Wann Sie Ihre Rosen winterhart machen sollten, ist von Gegend zu Gegend verschieden und richtet sich nach der Wetterlage. Generell sagt man, dass zwischen Ende November und Anfang Dezember die richtige Zeit dafür ist. Allerdings ist es nicht nötig, schon bei den ersten leichten Nachtfrösten damit zu beginnen, da diese den Rosen nicht schaden.

Rosen winterhart machen - Buschrosen mit Erde anhäufen
Bei allen Rosensorten, die sich vom Boden her verzweigen, also Buschrosen beispielsweise, muss man die unteren Triebe und die Veredelungsstellen schützen. Dazu häuft man Gartenerde 15 bis 30 Zentimeter hoch auf die Rosen auf. So sind die unteren Triebe vor dem Frost geschützt. Bei mehrreihigen Beeten mit vielen eng stehenden Buschrosen kann sich dies aber etwas schwierig gestalten.
Torferde sollte man dafür besser nicht verwenden, da diese viel mehr Wasser speichern kann, das im Winter möglicherweise gefriert und den Schutz somit hinfällig macht. Ebenso ungeeignet sind Laub und Stroh. Diese entwickeln in Verbindung mit Nässe nämlich Rotterwärme, die schließlich zu Fäulnis und Ersticken der Rosen führt.
Zusätzlich zur Anhäufung mit Gartenerde, kann man einen Verdunstungs- und Vertrocknungsschutz aus Fichten-, Tannen- oder Kiefernreisig schaffen, die man einfach nochmal oben drauf legt.
Es empfiehlt sich auch strohigen Dung zwischen die Rosenreihen zu streuen, um für die Zeit eine ausreichende Versorgung mit Nährstoffen zu gewährleisten.

Kletterrosen mit Schilfrohrmatten abdecken
Über den Winterschutz bei Kletterrosen wurden erst in den letzten Jahren Erfahrungen gesammelt. Manche Sorten brauchen kaum, andere dagegen viel Aufmerksamkeit. Um sicherzugehen sollte man aber für den richtigen Schutz sorgen. Dafür nimmt man Schilfrohrmatten und bindet sie vor das Spalier. Das ist wenig umständlich und hat den Vorteil, dass sie schnell angebracht und wieder entfernt werden können. Mit mehr Aufwand verbunden, aber ebenso wirkungsvoll, ist die Variante mit einem Umhang aus Fichtenzweigen.

Stammrosen nie mit Plastik schützen
Bei Stammrosen muss vor allem die Krone geschützt werden. Dazu ummantelt man sie mit Sackleinen oder Nadelreisig. Für besonders frostige Winter hat es sich als bewährt, den Stamm zusätzlich umzulegen, um ihn vor Sonne und Wind zu schützen. Dazu biegt man ihn über der Zapfenschnittstelle zum Boden hinunter und befestigt ihn mit Haken. Anschließend wird er mit Reisig dick abgedeckt und einer Erdschicht noch mal oben drauf.
Plastik, ob perforiert oder nicht, eignet sich absolut nicht als Schutz.