Auf der vorherigen Seite konnte man sehen, dass es nicht immer die chemische Keule sein muss, wenn Schädlingsbefall droht. Auch auf natürlichem Wege kann man Rosenkrankheiten bekämpfen.
Ackerschachtelhalmtee
Hilft super gegen Mehltau und Rosenrost. Und die im Ackerschachtelhalm enthaltende Kieselsäure stärkt die Zellwände. Die Wedel in den Boden einarbeiten, den Tee 1:5 mit Wasser verdünnt auf die Pflanzen sprühen. Hier die Anleitung zur Herstellung:
1 kg getrocknete oder 2 kg frische Wedel des Ackerschachtelhalms über Nacht in einem Eimer mit 10 Liter Regenwasser einweichen und nächsten Tag das Ganze eine Stunde lang durchkochen. Danach können Wedel und Tee einarbeiten.
Brennesseljauche
Diese Jauche ist super zum Düngen der Pflanzen oder auch zur wirksamen Vertreibung von Schädlingen.
Sammeln Sie in einem Eimer aus Holz oder Plastik (nicht aus Metall!) so viele Brennesseln bis dieser voll ist. Hierbei ist es egal, wie jung oder alt die Triebe sind. Nach dem Sammeln übergießen sie die Pflanzen mit kalten Wasser, bis alle vollkommen bedeckt sind. Am besten eignet sich hierfür Regenwasser, da normales Leitungswasser meist zu kalkhaltig ist und den Gärungsprozess stört. Danach decken Sie den Eimer mit einem Deckel oder einen Tuch ab und lassen den Topf unberührt ein paar Wochen vor sich hin gären, wobei einmal am Tag umgerührt wird. Vorsicht: Beißender Geruch!
Rosenkrankheiten bekämpfen - mit Knoblauchbrühe
Hilft sehr gut gegen Grauschimmel, Mehltau oder andere Pilzinfektionen.
Sie brauchen 90g Knoblauch. Diesen zu einem Brei pressen und ihn mit einem Liter Wasser kurz aufkochen und den Sud dann eine Stunde ziehen lassen. Der gefilterte Saft kann dann mit einer Sprühflasche auf die Rose und die befallenen Stellen gespritzt werden.
Milch-Mix
Gilt als echter Geheimtipp, sogar bei professionellen Gärtnern und vertreibt Fungizide wie den Mehltau oder Grauschimmel im Nu.
Mischen Sie ein Teil Frischmilch (keine H-Milch) mit neun Teilen Wasser und füllen das Gemisch in eine Sprühflasche. Mehrmals am Tag auf die Pflanze und die befallenen Stellen geben. Diese Prozedur mindestens drei Tage lang wiederholen.