Rückenprobleme sind heute eine Volkskrankheit. Weil der moderne Mensch mehr sitzt als steht und läuft, rächt sich der Organismus mit Schmerzen. Die können so unerträglich werden, dass Mann / Frau nicht mehr arbeitsfähig ist.Wichtig ist die Vorbeugung. Vielfach lassen sich lang anhaltende Rückenprobleme schon durch ausreichend Bewegung lösen. Die meisten Rückenprobleme sind durch Verspannung der Muskulatur hervorgerufen. Organische Ursachen wie Bandscheibenvorfall oder Verschleiß der Hüftgelenke sind weit weniger Ursache. Diese bedürfen dann auch der gründlichen Therapie durch den Facharzt wie Orthopäde oder Chirurgen. Oftmals sind dann Operationen unvermeidlich Für das weite Feld der Verspannungen und Beeinträchtigungen von Nerven bis hin zum berüchtigten Hexenschuss (Lumbago) reicht oftmals die Hausmedizin durchaus aus. Es gibt in Apotheken und Drogerie-Märkten ein überaus reichhaltiges Angebot von Salben und Lösungen, die vor allem einen Sinn haben: Der schmerzenden Stelle Wärme zu führen und so die Verspannung lösen. Neben diesen Salben und Tinkturen sind spezielle Wärmekissen und –verbände im Angebot, die erprobt sind und in solchen Fällen schnell und gründlich helfen. Allerdings: Für alle diese Präparate und Hilfsmittel zahlt keine Krankenkasse. Der Patient muss selbst –oftmals tief - in seinen Geldbeutel greifen.
Ärztlich verordnete Massagen und Packungen können sehr helfen.
Wenn diese Hausmittel nicht ausreichen und quälender Schmerz zum Hausgenossen werden, bleibt nur der Gang zum Hausarzt. Der wird in diesem Falle an einen Physiotherapeuten verweisen, der mit Massagen und heißen Packungen – Fango oder Moor – Linderung und Hilfe bringen kann. Wenn die Verspannung noch nicht so ausgeprägt ist, dass sie zum Dauerzustand geworden ist, kann eine einmalige Serie von Anwendungen Linderung auf Jahre bringen. Allerdings ist der Arzt in seinen Verschreibungsmöglichkeiten sehr eingeschränkt. Er darf nur eine gewisse Anzahl von Anwendungen in einem Vierteljahr verordnen. Und der Patient muss Zuzahlen leisten. Dennoch: Das Geld ist hier gut angelegt. Und die Gesundheitspolitik muss immer wieder ermahnt werden, er Vorbeugung mehr Raum zu geben.
Patienten helfen sich selbst
Für Rückenprobleme gibt es Selbsthilfegruppen. Im Internet findet der Patient die Anschrift der nächstgelegenen Gruppe. Die hält Treffen ab und berät. Das Gespräch mit Mit-Betroffenen kann sehr hilfreich sein. Das sollte man nicht scheuen.