Bei Osteoporose handelt es sich um Knochenschwund, der durch ein Ungleichgewicht zwischen Abbau und Neubildung von Knochensubstanz verursacht wird. Der Verlust von Gewebe macht die Knochen brüchig. Besonders häufig sind hellhäutige und asiatische Frauen ab einem Alter von 50 Jahren betroffen. Die Krankheit ist vererbbar, kann aber auch durch übermäßigen Konsum von Alkohol und Tabak sowie Bewegungsmangel begünstigt werden.
Verantwortlich für den Knochenschwund ist wahrscheinlich ein Rückgang der Sexualhormone (Östrogen, Testosteron), die an der Bildung von Knochensubstanz beteiligt sind. Die Wechseljahre oder Krankheiten wie Schilddrüsenüberfunktion, chronische Polyarthritis (dauerhafte Entzündung mehrerer Gelenke) oder Nierenversagen führen zu einer Verminderung dieser Hormone, sodass sie Osteoporose begünstigen beziehungsweise verschlimmern können. Auch massiver Bewegungsmangel, wie zum Beispiel bei Bettlägrigkeit, kann zu einer Abnahme der Knochendichte führen. Durch die Instabilität der Knochen sind diese stark gefährdet zu brechen. Bei fortschreitender Krankheit kann es zu sogenannten Kompressionsfrakturen der Wirbelkörper kommen. Die Wirbel sind so anfällig, dass sie, aufgrund des Körpergewichts, welches auf ihnen lastet, brechen. Auch verformt sich das Rückgrat, sodass sich ein Rundrücken ausbildet. Rückenschmerzen bei Osteoporose sind daher vorprogrammiert.
a) Normaler Knochen
b) Osteoporotischer Knochen
Vorbeugung
Um Osteoporose entgegen zu wirken, sollte man viel Vitamin D und Kalzium zu sich nehmen. Vitamin D findet man in Fisch, Eiern, Leber und Milch. Es wird aber auch vom Körper – bei Sonneneinstrahlung auf die Haut – selbst produziert. Kalzium ist besonders reichhaltig in Milch und Milchprodukten enthalten. Auch leichte körperliche Bewegung, wie ein Spaziergang, kann helfen die Muskulatur zu stärken. Auf Alkohol und Tabak sollten Sie generell verzichten.
Diagnose
Der Arzt ermittelt durch Verwendung von schwachen Röntgenstrahlen die Knochendichte. Blutuntersuchungen und weitere Diagnosen mittels Röntgenstrahlung können ähnliche Krankheiten wie Osteomalazie (Knochenerweichung bei Erwachsenen), Rachitis (Knochenerweichung bei Kindern) oder die Paget-Krankheit (Schwächung und Formänderung der Knochen) ausschließen.