Rückenschmerzen - Zivilisationskrankheit Nummer eins

Rückenschmerzen ist die Zivilisationskrankheit Nummer eins. 85 Prozent der Deutschen leidet mindestens einmal in ihrem Leben über einen längeren Zeitraum unter diesen Beschwerden.


Rückenschmerzen gehören zu den häufigsten Volkskrankheiten. Drei von vier Erwachsenen haben in Deutschland mindestens ein Mal in ihrem Leben diese Schmerzen. Meist klingen sie nach ein paar Tagen von alleine wieder ab. Selten leiden Patienten an chronischen Rückenschmerzen, die länger als sechs Monate andauern. Aber auch bei diesen Menschen haben die Schmerzen oft keine gefährlichen Ursachen. Durch langes Sitzen, wenig Bewegung und seelischen Stress kommt es zu Muskelverspannungen, die mit etwas Sport wieder gelöst werden können. 85 Prozent der Rückenschmerzen haben diese unspezifischen Ursachen und können nicht auf eine bestimmte Krankheit zurückgeführt werden.

Die Gesellschaft
Rückenschmerzen sind eine Zivilisationskrankheit der westlichen Industriestaaten. Wir nehmen Tag für Tag Körperhaltungen ein, die in der Evolution der Wirbelsäule nie vorgesehen waren. Unser Rückgrat ist auf abwechslungsreiche Bewegung ausgerichtet, das heißt, sie ist für den aufrechten Gang geschaffen, nicht fürs Sitzen. In einer Welt, in der die meisten Menschen den Tag still an einem Tisch vor einem Bildschirm (sitzend) verbringen und sich kaum noch bewegen, nimmt das System der Wirbelsäule starken Schaden. Auch der tägliche Stress, mit dem wir zu kämpfen haben, ist ein anderer als vor 10.000 Jahren. Unseren Ängste und Sorgen, zum Beispiel Angst um den Job oder Ärger mit Kollegen oder dem Partner, können wir weder in einem Kampf begegnen noch vor ihnen weglaufen. Auch das birgt die Gefahr an Rückenschmerzen zu erkranken. Die Antwort auf die Probleme mit dem Rücken heißt somit in den meisten Fällen mehr Sport und Bewegung.