Rückenverletzung - Eine ernste Angelegenheit

Bei einer Rückenverletzung unterscheidet man grundsätzlich zwei Varianten. Einmal mit und einmal ohne Beteiligung des Rückenmarks. Eine Rückenmarksbeschädigung kann fatale Folgen haben


Wer kennt es nicht, das Sprichwort vom schönen Rücken, der zu entzücken weiß? Man sollte ihm hinzufügen, dass auch ein gesunder Rücken seinen Reiz hat. Selbst wenn sie hauptsächlich im Straßenverkehr auftreten, kann eine Rückenverletzung nahezu überall und jederzeit zuschlagen. Ob nun im Sport oder bei der Arbeit, besonders gefährlich werden Stürze aus der Höhe, da sie fast immer den Bereich der unteren Halswirbelsäule treffen. Wer dabei eine eher harmlose Rückenverletzung davon trägt, zum Beispiel im Bereich der Muskulatur, kann sich glücklich schätzen.

Weit kritischer sind Rückenverletzungen, die eine Fraktur der Wirbelsäule mit sich ziehen, da in diesem Fall sogar mit 15 bis 20-prozentiger Sicherheit das Rückenmark beschädigt oder gar durchtrennt werden kann.

 

Zwei Gruppen der Rückenverletzung
Allgemein unterscheidet man also zwischen zwei Gruppen der Rückenverletzung: Rückenverletzungen mit und ohne Beteiligung des Rückenmarks. Bei Schädigung der Wirbelsäule wird zur Sicherheit grundsätzlich zuerst von Gruppe eins ausgegangen. Anzeichen dafür sind natürlich Schmerzen, aber auch primär Bewegungs- und Gefühlsstörungen in den Armen oder Beinen. Wird durch die Rückenverletzung das Mark tatsächlich durchtrennt, führt dies zu einer Querschnittslähmung unterhalb der zerstörten Region.

Sollte der Betroffene deshalb über besagte Gefühls- oder Bewegungsstörungen klagen, ist es von enormer Wichtigkeit, ihn mit größter Vorsicht zu versorgen. Er sollte unter ständige Beaufsichtigung und Betreuung gestellt werden, da man in diesem Falle eine Rückenverletzung, die das Mark angreift, nicht ausschließen kann. Ein möglichst schneller Transport in eine Klinik muss sofort eingeleitet werden, wenn auch nur der geringste Verdacht besteht.

 

Prognose
Nach eventuellen Operationen der Rückenverletzung sind die Prognosen für ihre Opfer weitestgehend fallspezifisch. Hat die Rückenverletzung weder Mark noch Knochenmaterial in Mitleidenschaft gezogen, kann der Verunglückte schon nach einigen Tagen beschwerdefrei seinem üblichen Tagesgeschäft nachgehen. Betrifft die Rückenverletzung aber die kritischen Gebiete, ändert sich das Leben über Nacht. Im schlimmsten Fall muss man lernen, mit einer Behinderung umzugehen, sein Schicksal zu akzeptieren und sich neue Ziele zu stecken. Eine Aufgabe, die zur größten Prüfung überhaupt erwächst.