Runderneuerte Reifen erkennen - So funktionierts

Bei runderneuerten Reifen handelt es sich um aufgearbeitete Altreifen. Man kann Runderneuerte Reifen erkennen, weil sie einer Kennzeichnungspflicht unterliegen.


Jeder Kunde kann Runderneuerte Reifen erkennen, wenn er sich die Aufschriften an der Reifenseite genau ansieht. Diese müssen alle relevanten Informationen enthalten, die zur Beurteilung der Qualität des Reifens nötig sind.

 

 

Das Herstellungsverfahren

  • Runderneuerte Reifen entstehen durch die Aufarbeitung abgefahrener Altreifen. Dabei wird die verbrauchte Lauffläche abgetragen und durch Vulkanisierung mit neuem, originalgetreuen Material beschichtet.

 

  • Deshalb nennt man das Recycling Produkt auch zweitgummierten Reifen. Jeder so aufgearbeitete Reifen wird genauso strengen Kontrollen unterzogen wie ein Neureifen.

 

  • Die runderneuerten Reifen finden vor allem bei Flugzeugen und Nutzfahrzeugen Anwendung. In diesen Bereichen dürfen Reifen bis zu drei Mal aufgearbeitet werden, ein Autoreifen hingegen nur einmal.

 

Die Kennzeichnung

  • Damit die Verbraucher Runderneuerte Reifen erkennen können, gibt es eine gesetzlich vorgeschriebene Kennzeichnungspflicht. Dazu gehören unterschiedliche Vorgaben, die gut sichtbar auf der Reifenseite vermerkt sein müssen.

 

  • Sind alle nötigen Angaben vorhanden, kann der Kunde sicher sein, dass der Reifen vorschriftsmäßig nach der ECE-108-Regelung runderneuert wurde.

 

  • Das wichtigste Kennzeichen eines korrekt aufgearbeiteten Reifens ist die Aufschrift '108R', auf die eine sechsstellige Identifikationsnummer folgen muss. Daran kann man Runderneuerte Reifen erkennen, die korrekt nach der oben genannten Richtlinie verarbeitet wurden.

 

  • Des Weiteren sollte sich der Aufdruck eines Kreises auf der Reifenseite befinden, der den Großbuchstaben 'E' enthält. Kennzeichenpflichtige Informationen sind darüber hinaus die Angabe des Rekonstrukteurs und der Zeitpunkt der Runderneuerung.

 

  • Das Wort 'runderneuert', beziehungsweise 'ricostruito ' oder 'retread' ist ebenfalls von Gesetzes wegen durch den Verarbeiter auf die Reifenseite aufzubringen. Falls für den runderneuerten Reifen irgendwelche Beschränkungen bestehen, wie beispielsweise Höchstgeschwindigkeiten, müssen diese vollständig auf den Reifen aufgedruckt sein.

 

  • Die Firma, welche die Reifen aufarbeitet, ist für die korrekte Kennzeichnung des Endprodukts verantwortlich. Will ein Käufer Runderneuerte Reifen erkennen, muss er also die Aufschriften auf der Reifenseite genau prüfen.

 

  • Ein gut informierter Verbraucher kann dann mit Leichtigkeit ein qualitativ hochwertiges Produkt von einem minderwertigen Recycling Reifen unterscheiden.

 

  • Runderneuerte Reifen haben einerseits einen Kostenvorteil, andererseits ist die Aufarbeitung von Altreifen aber auch ökologisch sinnvoll. Das Recycling spart im Vergleich zur Herstellung eines Neureifens siebzig Prozent an Energie ein.