Sabbatical: Im Sabbatjahr Kraft tanken

Das Sabbatjahr erlaubt einen Ausstieg auf Zeit - meist kann man danach problemlos in seinen alten Job zurückkehren.


Wer träumt nicht davon, alles hinter sich zu lassen, und dem Alltag für ein paar Monate zu entkommen? Ein Sabbatjahr ermöglicht diesen Ausstieg auf Zeit und gibt gleichzeitig die Kraft, danach mit neuer Energie wieder einzusteigen. Wie man das Sabbatical nutzt, bleibt natürlich jedem selbst überlassen: Umsegeln Sie die Welt, schreiben Sie ein Buch, gehen Sie ins Kloster, oder entdecken Sie Asien. Das Schöne an der Auszeit ist, dass man dafür kein Vermögen auf der hohen Kante haben muss, sondern dass jeder die Möglichkeit hat, seinen ganz persönlichen Traum zu verwirklichen. Dafür muss man nichtgleich sein ganzes Leben auf den Kopf zu stellen – und muss später keine Angst vor verpassten Chancen haben.

Der Ursprung
Der Begriff Sabbatjahr leitet sich vom hebräischen Wort „schabbat“ aus dem Alten Testament ab. „Schabbat“ kehrt alle sieben Jahre wieder, der Acker- und Weinanbau wird dann unterbrochen, damit sich der Boden regenerieren kann.

In vielen Betrieben möglich
Beamte, Lehrer oder Professoren können Sabbatmodelle wahrnehmen aber auch viele Unternehmen bieten ihren Mitarbeitern diese Möglichkeit. Schließlich kann das Sabbatical auch den Wiedereinstieg erleichtern, weil man voller neuer Ideen steckt und motiviert ist, wieder zu arbeiten.
Verschiedene Modelle erlauben das Sabbatjahr: Man kann entweder über mehrere Jahre Urlaubstage ansparen oder auf einem Arbeitszeit-Konto Überstunden ansammeln. Möglich ist auch ein reduziertes Gehalt über längere Zeit oder einfach unbezahlten Urlaub zu machen. Jedoch sollte man vorher unbedingt mit dem Arbeitgeber klären, ob ein Sabbatical überhaupt möglich ist.

Vorteile für Sie und den Arbeitgeber
Vermitteln Sie dem Arbeitgeber die Vorteile – so kann dieses Modell gerade bei einer Flautezeit im Unternehmen statt einer Kündigung eingesetzt werden. Auch kann man das Jahr für Fortbildungen oder andere Qualifizierungsmaßnahmen nutzen. Generell gilt: Je größer das Unternehmen, desto größer ist auch die Chance auf Genehmigung.

Kosten organisieren
Klären Sie vor Beginn des Sabbaticals unbedingt die Finanz- und Versicherungsfragen sowohl im Job als auch privat – schließlich verzichten Sie ja für eine Weile auf ein geregeltes Einkommen. Bedenken Sie nicht nur die Miete oder die Raten für die Wohnung oder das Haus, sondern auch die Nebenkosten, Telefon, Strom, die Kreditrate für das Auto, sowie die verschiedenen Steuern und Versicherungen. Haben Sie vor, ins Ausland zu gehen, prüfen Sie rechtzeitig die dort geltenden Visabedingungen. Es ist möglich, über das Internet einen Häusertausch zu organisieren. So vermeiden sie teure Unterbringungskosten, wenn Sie vorhaben, während des Aufenthalts an einem Ort zu bleiben.