Bei Safran handelt es sich um die getrockneten Blütennarben des Safran-Krokus, der hauptsächlich im östlichen Mittelmeerraum angebaut wird. Da jede Pflanze nur sehr geringe Mengen an Safran liefert und dieser von Hand geerntet wird, ist Safran sehr teuer. Er wird deshalb gern gefälscht. Um sicher zu gehen, dass es sich um echten Safran handelt, kaufen Sie am besten immer ganze Fäden und niemals gemahlenen Safran. Es könnte sich dabei um Kurkuma, ein Ingwergewächs, handeln. Dieses ist vom Geschmack her dem Safran sehr ähnlich, sodass Laien der Unterschied zwischen beiden Gewürzen kaum auffällt.
Als Gewürz geschätzt - in hoher Dosierung aber giftig
Safran wird nur in sehr geringen Mengen als Gewürz in Kuchen und Süßspeisen eingesetzt. In asiatischen Reisgerichten mit Fisch oder Lamm wird er ebenfalls gern verwendet. Aus einer Paella ist er nicht wegzudenken. Es färbt diese Gerichte leuchtend gelb und schmeckt leicht bitter-süß. In größeren Mengen ist Safran allerdings stark giftig. Eine sehr hohe Tagesdosis von zehn bis zwanzig Gramm könnte tödlich wirken. Bei normaler Dosierung als Würzmittel kann diese Menge allerdings niemals erreicht werden.
Safran kann heilen
Als Allheilmittel wurde Safran schon im Mittelalter geschätzt. Besonders bei Haut- und Augenkrankheiten nutzte man seine Heilkraft. In der Frauenheilkunde galt er ebenfalls als unverzichtbar. Er trägt zur Vitalisierung der Sexualorgane bei und soll sogar bei Schwangerschaftsabbrüchen geholfen haben. Auch als Aphrodisiakum war er begehrt. Medizinisch ist heute nachgewiesen, dass Safran eine verdauungsfördernde und herzstimulierende Wirkung hat. Er stärkt die Leber und wirkt menstruationsfördernd. Außerdem beruhigt er die Nerven und wirkt entspannend. Probieren sie einmal folgendes Rezept: Eine Tasse Milch mit einer Messerspitze Safran zwei Minuten kochen lassen, danach ein Teelöffel Honig zugeben. So ein frisch zubereiteter Tee kann täglich genossen werden: Zu empfehlen ist er vor allem bei Herzbeschwerden oder nach Bedarf bei Menstruationsbeschwerden.
So ist Safran lange haltbar
Bei diesem teuren Gewürz ist die Haltbarkeit natürlich von besonderer Bedeutung. Safran ist sehr feuchtigkeitsempfindlich. Er sollte trocken in einem gut verschlossenem Gefäß aufbewahrt werden. Eine dunkle Lagerung ist ebenfalls nötig. So behält der Safran über lange Zeit seine würzenden und heilenden Inhaltsstoffe.