Saftfasten: Mit Genuss den Körper entgiften

Für alle, die Körper und Seele entlasten wollen, um wieder fit zu werden, bietet sich das Saftfasten als eine Alternative zum normalen Heilfasten an.


Das grundsätzliche Ziel einer Fastenkur ist das Entgiften des Stoffwechsels, insbesondere der Darmfunktionen. Der Körper schaltet in den Fastentagen auf eine Versorgung aus den körpereigenen Reserven um und kann sich sich so darauf konzentrieren, sich von Giftstoffen und Schlacke (Fett, Salze, Säure) zu befreien.

Wie funktioniert Saftfasten?

  • Saftfasten funktioniert nach dem Heilfasten-Prinzip, nur dass zusätzlich frische Obst-, Gras- und Gemüsesäfte getrunken werden. Der Vorteil ist, dass man eine ausreichende Zufuhr an Vitaminen, Enzymen und Mineralstoffen sicherstellt und es geschmacklich abwechslungsreicher ist, als reines Heilfasten.
  • Über den Tag verteilt nimmt man ein bis anderthalb Liter Gemüse-und Obstsäfte und somit etwa 300 Kalorien zu sich. Zusätzlich kann man unbegrenzt viel Wasser und Tee trinken, wobei es mindestens zwei bis drei Liter sein sollten. Wichtig ist, dass ausschließlich frische Säfte und Brühen ohne künstliche Zusätze erlaubt sind.

Vor und nach dem Fasten

  • Bevor man eine Kur durchführt, ist es empfehlenswert, sich beim Hausarzt beraten zu lassen, da man den Körper in dieser Zeit einer hohen Belastung aussetzt. Die Dauer einer Kur sollte drei Wochen am Stück nicht überschreiten.
  • Eine Fastenkur sollte nur von körperlich und seelisch gesunden Menschen in Betracht gezogen werden. Kinder, Schwangere, stillende Frauen, oder Menschen mit chronischen Krankheiten sollten komplett darauf verzichten.

Nahrungsentzug vorbereiten

  • Wer sich zum Saftfasten entschließt, muss einige Dinge im Ablauf beachten. Um den Körper auf diese Zeit einzustimmen, legt man vor der eigentlichen Kur ein bis zwei Entlastungstage ein, an denen man leichte Kost zu sich nimmt - beispielsweise Müsli, Rohkost oder Kartoffeln. Während der Kur sind Genussgifte wie Kaffee, Zigaretten und Alkohol tabu. Es ist auf jeden Fall ratsam, sich einige Tage Urlaub von der Arbeit zu nehmen und Stress zu meiden.
  • Nach dem Fasten wäre es eine zu hohe Belastung für die Verdauung übergangslos die alten Essgewohnheiten wieder aufzunehmen. Deshalb folgt auch nach der Kur mindestens ein Aufbautag, an dem Schonkost auf dem Speiseplan steht.

Fasten ist keine schnelle Diät

  • Während dieser Ausnahmesituation verliert der Körper viel Wasser und somit auch Gewicht. Dies täuscht eine Gewichtsabnahme vor. Wer sich also vom Saftfasten eine schnelle und dauerhafte Gewichtsabnahme erhofft, wird enttäuscht werden.
  • Viel wahrscheinlicher ist es, dass der Körper an Muskelmasse verliert, da es für ihn einfacher ist, daraus Energie zu gewinnen als aus Speicherfett. Man sollte auf jeden Fall darauf achten, nach dem Ende des Fastens nicht wieder völlig in alte Essgewohnheiten zu verfallen, da sich sonst sehr schnell der Jojo-Effekt einstellen kann.