Salmonellen: Arten und Behandlungsmöglichkeiten

Es gibt knapp 2.500 Salmonellen Arten. Für uns können allerdings nur die Erreger der Salmonellose, des Typhus und des Paratyhpus von Bedeutung sein. Denn diese können schwere Krankheiten hervorrufen.


Es gibt ungefähr 2.500 verschiedene Salmonellen Arten. Für den Menschen bedeutsam sind besonders die Erreger der Salmonellose (Salmonella enteritidis und Salmonella typhimurium), des Typhus (Salmonella typhi) und des Paratyhpus (Salmonella paratyphi). Denn diese können schwere Krankheiten hervorrufen. Für jegliche Art der Salmonellenerkrankung herrscht eine Meldepflicht beim Gesundheitsamt.

Krankheitsbild der Salmonellose
Die Salmonellose ist ein durch Salmonellen hervorgerufener Magen-Darm-Infekt. Er geht mit heftigem Erbrechen und starken Durchfall einher. Von der Salmonellose können sowohl Menschen, als auch Tiere befallen werden. Ist man mit dem Salmonellenerreger in Kontakt gekommen, so kann es ein bis fünf Tage dauern, ehe die Erkrankung ausbricht. Die ersten Symptome sind Bauchschmerzen und Übelkeit, die dann in den typischen Magen-Darm-Infekt mit Erbrechen und Durchfall übergehen. Diese Brech-Durchfälle halten einige Tage an, ehe sie langsam abebben.

In der Regel heilt die Erkrankung spontan wieder ab, bei Bedarf kann aber eine symptomatische Behandlung erfolgen. Hierbei kann versucht werden, das Allgemeinbefinden des Patienten ein wenig zu verbessern, indem man ihm Medikamente verabreicht, welche die Übelkeit mindern. In seltenen und sehr schweren Fällen kann es nötig sein, dass der Patient Antibiotika einnehmen muss. Das Hauptproblem bei einer schweren Salmonellose ist der Flüssigkeitsverlust, der im schlimmsten Fall sogar bis zu einem kompletten Kreislaufzusammenbruch führen kann. Von diesem Austrocknen sind besonders kleine Kinder und alte Menschen betroffen, die nach und nach jedes Durstgefühl verlieren. Die ausgeschiedene Flüssigkeit muss dem Patienten unbedingt wieder zugeführt werden, beispielsweise als Tee oder einer Elektrolytlösung.

Krankheitsbild des Typhus oder Paratyphus
Die Erreger des Typhus und Paratyphus befallen nur den Menschen, nicht die Tiere. Hauptsächliche Infektionsquellen sind kontaminierte Lebensmittel, verunreinigtes Wasser oder Schmierinfektionen. Bei einer Schmierinfektion infiziert man sich durch den Kontakt mit verunreinigtem Kot an dem Erreger.

Leidet der Patient unter einer Typhus oder Paratyphus-Infektion, so verschlechtert sich der körperliche Allgemeinzustand rapide. Zusätzlich zum typischen Magen-Darm-Infekt leidet der Patient an hohem Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen. Das Fieber beginnt sehr langsam, steigt aber im weiteren Krankheitsverlauf sehr hoch an. Dieses, für eine Infektion mit Typhus oder Paratyphus typische Fieber, kann bis zu drei Wochen anhalten. Auch hier kann die Behandlung nur symptomatisch erfolgen. Neben dem Bemühen, das Fieber zu senken liegt die oberste Priorität darin, den Flüssigkeitsverlust auszugleichen. Die Infektion heilt im Normalfall ohne die Gabe von Medikamenten spontan wieder ab. Dennoch bleiben drei bis fünf Prozent der mit diesem Erreger infizierten Patienten Dauerausscheider. Das bedeutet, dass sie den Erreger über den Stuhlgang immer weiter ausscheiden, obwohl sie keine Krankheitssymptome mehr zeigen.

Im Normalfall übersteht ein gesunder Mensch eine Salmonelleninfektion gut. Problematisch wird es für kleine Kinder und alte Menschen oder Patienten, die bereits an einer schweren Erkrankung oder an einer Schwächung des Immunsystems leiden. Für diese Personengruppen können Salmonellen zu einer zusätzlichen, starken Belastung werden, die in manchen Fällen sogar bis zum Tod führen kann.