Salmonellen - Hygiene minimiert das Risiko

Bei einer Salmonellenübertragung kommt es in Deutschland zumeist zu Ansteckungen durch infizierte Nahrungsmittel. Die Salmonellen werden hierbei vom Magen-Darm-Trakt in die Blutbahn geleitet.


Salmonellen sind Bakterien, die unterschiedliche Erkrankungen im Magen-Darm-Trakt auslösen. 2200 verschiedene Arten der stäbchenförmigen Bakterien sind bekannt. Typisches Anzeichen einer Salmonellen-Infektion ist heftiger Brech-Durchfall. Salmonellen können aber auch Typhus und Paratyphus auslösen. Salmonellen werden auf unterschiedlichen Wegen übertragen. In Industrienationen wie Deutschland kommt es zumeist zu Ansteckungen durch infizierte Nahrungsmittel. Die Bakterien wandern hierbei vom Magen-Darm-Trakt in die Blutbahn. Bakterienträger sind meist Lebensmittel wie rohes Fleisch – insbesondere Geflügel – Milch, rohe Eier und Speisen, die rohes Ei beinhalten.

 

Hygiene-Regeln
In solchen Ländern, in denen mangelnde Hygiene herrscht, gelangen Salmonellen häufig auch ins Wasser. Es reicht oft schon aus, dass Erkrankte sich nach der Toilettenbenutzung nicht ausreichend gründlich die Hände waschen, um weitere Personen anzustecken. Bei Reisen in solche Gebiete empfiehlt sich eine vorherige Typhus-Schutzimpfung. Außerdem sollten die üblichen Nahrungsmittel-Hygieneregeln eingehalten werden: Obst und Gemüse schälen, nur industriell abgepacktes Wasser trinken. Sollte dies nicht möglich sein, muss das Wasser vor dem Trinken abgekocht oder mit einem speziellen Filter entkeimt werden. 

Symptome und Krankheitsverlauf
Bis nach einer Ansteckung mit Salmonellen erste Beschwerden auftreten, vergeht ein Zeitraum von bis zu drei Wochen. Je nach Bakterienart ist der Krankheitsverlauf unterschiedlich. Typhus und Paratyphus beginnen mit Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, die sich über mehrere Tage und Wochen hinziehen. Dazu kommen Schmerzen im Bauch und Gewichtsverlust. Bis zu drei Wochen hält das Fieber an, bis die Körpertemperatur in der vierten Woche wieder abfällt. Glimpflicher verläuft eine Infektion des Typs "Salmonella enteritidis". Hierbei ist der Dünndarm betroffen, der Patient erleidet einen ein bis zwei Tage andauernden Brech-Durchfall, der ohne Fieber verläuft.

 

So vermeidet man Infektionen
Gegen Salmonellen-Erkrankungen kann mit einfachen hygienischen Maßnahmen wirkungsvoll vorgesorgt werden. Alle gefährdeten Lebensmittel, insbesondere Fleisch vom Wild, vom Huhn, von Fischen, Schnecken und Meerestieren, sollten bei Temperaturen nicht über 10° Celsius aufbewahrt werden. Bei der Weiterverarbeitung ist darauf zu achten, dass das Fleisch vollständig durchgegart wurde. Hackfleisch sollte nach der Herstellung gleich weiterverarbeitet und nicht aufbewahrt werden. Das Gleiche gilt für Süß- und andere Speisen, die rohes Ei enthalten, wie beispielsweise Kuchenteig oder Mousse au Chocolat. Wer an Salmonellen erkrankt ist oder den Verdacht auf eine Erkrankung hegt, darf bei der Arbeit nicht mit Lebensmitteln in Kontakt geraten. Das Gleiche gilt für Personen, die in Schulen, Kindergärten oder anderen Gemeinschaftseinrichtungen arbeiten. So sollen Massenansteckungen vermieden werden.