Betrachtet man Salz ganz nüchtern und chemisch, ohne Mythen und Geschichten, handelt es sich um eine Verbindung von Natrium und Chlorid. Kurz: NaCl, also ein Mineralstoff. Und dieser ist extrem wichtig für den menschlichen Körper. Er sorgt für den Aufbau und das Funktionieren unseres Organismus, auch für die Leitfähigkeit der Nervenbahnen ist er verantwortlich. Doch in den vergangenen Jahren, bedingt durch zunehmende
Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Übergewicht und allgemein schlechter werdende Ernährungsgewohnheiten, ist Salz mehr und mehr in Verruf geraten. Doch das völlig zu Unrecht, wie neue Studien zeigen. Für unsere Gesundheit ist Salz lebensnotwendig.
Sechs Gramm pro Tag – Salz ist lebenswichtig
So sollen nicht überhöhte Salzmengen zu Bluthochdruck führen, sondern unsere veränderten Lebensgewohnheiten, zu denen beispielsweise Stress, Alkohol- und Tabakkonsum sowie Bewegungsmangel zählen. Etwa fünf bis sechs Gramm Salz benötigt ein Mensch pro Tag. Den größten Anteil dieser Menge nehmen wir über unsere Nahrung wie Brot, Fleisch, Käse und Wurst zu uns. Nur circa 20 Prozent beträgt der Salzanteil, den wir zum Würzen unserer Speisen nutzen.
Die Qual der Wahl – welches Salz ist das Gesündeste?
Heute findet man in gut geführten Geschäften neben dem üblichen Kochsalz auch Jodsalz, Kristallsalz, Meersalz und vor allem das häufig gelobte Himalaja-Steinsalz. Hier gehen die Meinungen weit auseinander: Naturbelassene Salze bestünden alle aus NaCl, enthielten ernährungsphysiologisch keine wichtigen Mengen an Spurenelementen, sagen die einen. Salz sei allerdings ein guter Trägerstoff, den man mit beispielsweise Jod oder Folsäure hervorragend anreichern könne. Andere behaupten, dass gerade das Steinsalz, abgebaut von Millionen Jahre alten Lagerstätten, besonders rein und gesund sei, da es kaum Schadstoffe und viele Mineralien enthielte. Meersalz hingegen, gewonnen über die Kristallisation von Meerwasser, könne durch die Verschmutzung der Gewässer, sehr wohl Schadstoffe enthalten. Hier hat der Verbraucher nun die Qual der Wahl, denn welches nun wirklich das Gesündeste ist, ist fraglich. Am besten man entscheidet nach Geschmack. Renommierte Köche entscheiden sich beispielsweise gern für „Fleur de sel“, ein spezielles Meersalz von hoher Qualität und gutem Geschmack.
Innerlich und äußerlich – Salz heilt
Unumstritten ist dagegen die Heilkraft des Salzes. Für eine innerliche Anwendung wird das Glaubersalz propagiert, das vor allem den Darm reinigt, den Körper entschlackt und Giftstoffe ausschwemmt. Salzige Meeresluft und Sole-Inhalationen helfen bei Atemwegserkrankungen, denn Salz wirkt entzündungshemmend und antibakteriell. Das Salz des Toten Meeres, das zum Beispiel auch in Apotheken sowie in gut sortierten Bioläden erhältlich ist und somit zu Hause angewendet werden kann, hilft äußerlich bei Schuppenflechte, Neurodermitis, es regt die Zellenneuerung an und beruhigt die Haut.