Salzwasseraquarien - Tipps für ein aufwendiges Hobby

Salzwasseraquarien sind nicht nur aufwendiger als Süßwasseraquarien, sie sind auch interessanter – über die Lebensdauer entscheidet die richtige Wartung


Salzwasseraquarien üben auf viele Menschen einen ganz besonderen Reiz aus, nicht nur aufgrund der möglichen Vielfalt von Fischen, auch wegen der Einrichtung. Um lange Freude an dem Becken zu haben, müssen allerdings einige Dinge unbedingt beachtet werden.

 

Salzwasseraquarien – so lebendig wie die Einrichtung

  • Die Ausstattung von Salzwasseraquarien ist nicht so simpel wie die eines Süßwasseraquariums. Damit das Becken optisch gut wirkt und die Fische sich wohl führen, muss das Aquarium mit den richtigen Pflanzen bestückt sein.

 

  • Je nach Geschmack kommen noch Steine, künstliche Höhlen und „Zierrat“ wie Tonscherben oder Münzen hinzu, wobei damit sparsam umgegangen werden sollte, da sehr schnell der Eindruck ungewollter Künstlichkeit entsteht. Sehr gut geeignet sind Korallen oder Korallenbruch, die meisten der gängigen Salzwasserfische für Aquarien leben in der freien Natur in Korallenriffen.

 

  • Aquarien müssen generell sicher und vor allem gerade stehen – sie dürfen auf keinen Fall kippen können. Um eventuelle Spannungen im Glas zu verhüten, macht es Sinn zwischen Aufstellungsort und Aquarium eine dicke Styroporplatte zu positionieren, damit keinen Schaden durch die Innendekoration entsteht, sollte auf den Boden eine circa fünf Millimeter starke Plexiglasplatte gelegt werden. Für die empfindlichen Salzwasseraquarien gilt, je größer das Becken, desto einfacher die Handhabung, Becken mit einer Wassermenge unter 150 Litern sind nur für Seeanemonen, Krebse und Ähnliches geeignet, nicht für Fische.

 

Technische Ausstattung von Salzwasseraquarien

  • Nachdem die Innendekoration beendet wurde, wird die nach Vorschrift hergestellte Salzmischung ins Wasser gegeben und die Wasserdichte mit einem Aräometer gemessen. Eine Impfung des Wassers mit speziellen Kulturen erfolgt nach zwei Tagen, lebendes Gestein – eine Art Biofilter – kommt nach drei bis vier Tagen ins Aquarium.

 

  • Die Beleuchtung des Beckens wird innerhalb der ersten drei Wochen langsam von einer Stunde auf bis zu zwölf Stunden gesteigert, die Kontrolle der Wasserqualität erfolgt bis zur Einbringung der Fische nach ungefähr elf Wochen täglich.

 

  • Um die Wasserqualität auch nachdem die Bewohner eingezogen sind stabil zu halten, müssen einmal wöchentlich circa vier Promille Wassers im Becken ausgetauscht und der Salzgehalt nachreguliert werden. Im Gegensatz dazu stehen der Entschäumer und Filteranlage nur alle vier bis sechs Wochen zur Wartung an.