Samt-Meterware - Für Kleidung und mehr

Mit Samt-Meterware lässt sich einiges zaubern, ob es nun um Kleidung oder den Kissenbezug geht.


Schon im 13. Jahrhundert wurde Samt als Stoff der Reichen nicht nur für Kleidung, sondern auch als Bezugsstoff für Kissen oder als Wandbekleidung verwendet. Bis zur heutigen Zeit ist Samt weiterhin ein beliebtes Material, das auf vielfältige Weise genutzt wird. Da es sich bei Samt-Meterware jedoch um eine sehr kostspielige Angelegenheit handelt und Samt außerdem ein sehr anspruchsvolles Gewebe ist, sollten bei der Pflege sowie bei der Verarbeitung des Stoffes unbedingt einige Hinweise beachtet werden.

Historischer Hintergrund

  • Samt war bereits im Italien des 13. Jahrhunderts ein regulär genutztes Material. Damals wurde es vor allem für die Herstellung von prunkvollen Gewändern für die Reichen verwendet sowie für die Bezüge von Kissen und Wänden. In Deutschland galt im 17. und 20. Jahrhundert die Stadt Krefeld am Niederrhein lange Zeit als europäische Hochburg für die aufwendige Herstellung des kostbaren Samts, aber auch für die Produktion von Seide. Aus diesem Grund erhielt die Stadt zu dieser Zeit den Beinamen der Samt- und Seidenstadt. 
  • Bei Samt handelt es sich um einen Stoff, der durch Weben hergestellt wird. Bei der Produktion von Samt wird ein zweiter Kett- oder Schussfaden eingearbeitet, welcher schließlich die Schlaufen bildet. Diese Schlaufen ergeben wiederum auf der rechten Warenseite den charakteristischen Faserflor, nachdem diese aufgeschnitten worden sind. Die samtige Flordecke misst in der Regel um die zwei bis drei Millimeter, was den Stoff sehr sanft macht. Da es sich bei Samt um ein sehr warmes und anschmiegsames Material handelt, wird es gerne für die Herstellung von Kleidung verwendet. Bei dem sogenannten Pannesamt handelt es sich um eine glänzende, sich spiegelnde Samtart. Diese Optik verdankt er dem Flachpressen beziehungsweise dem Flachbügeln in unterschiedlichen Mustern. 

Wichtige Pflegehinweise

  • Da Samt Meterware nicht gerade billig ist, sollten bei der Pflege einige Punkte unbedingt beachtet werden, um das Gewebe nicht zu schädigen. So ist Samt beispielsweise nicht für die Waschmaschine geeignet. Anzuraten ist, den Stoff in eine professionelle Reinigung zu geben. Sollte Samt mit der Hand gewaschen werden, so darf der Stoff niemals ausgewrungen werden, lediglich sollte das Wasser vorsichtig aus dem Stoff herausgedrückt werden. Keinesfalls darf der Samt in den Trockner. Samtstoff sollte man außerdem nie zusammenfalten, da sonst Brüche in der Textur entstehen können. Es empfiehlt sich daher, Samtbekleidung oder -stoffe immer mit einem Bügel aufzuhängen. 
  • Auch beim Bügeln gelten besondere Vorsichtsmaßnahmen. Wenn möglich, sollte der Samt möglichst wenig gebügelt werden. Falls er dennoch gebügelt wird, dann immer von links, also von der Seite ohne Härchen. Auch sollte möglichst wenig Druck ausgeübt sowie auf Bügeldampf verzichtet werden. Die Temperatur mit welcher gebügelt wird, entscheidet sich nach Samtart: Baumwollsamt verträgt hohe Temperaturen, während Pannesamt und Seidensamt nur mit warmem, aber nicht heißem Bügeleisen gebügelt werden dürfen.