Samtweich und trotzdem robust - Die Hirschlederjacke

Eine Hirschlederjacke sieht nicht nur schick aus, sondern bietet zusätzlich einen hohen Tragekomfort.


In Bayern ist sie seit jeher beliebt, die Hirschlederjacke. Dort gehört zum Trachten-Outfit einfach dazu und wirkt aufgrund der oftmals aufwendig aufgenähten Stickmotive nicht nur urig sondern vor allem sehr edel. Da Hirschleder aufgrund seiner vielen Vorteile ein sehr beliebtes Material ist, werden aus ihm jedoch nicht nur die besonderen Trachtenjacken hergestellt sondern ebenfalls Westen, Blousons, Hosen oder ganz normale Lederjacken für den Alltag.

Ein Material mit vielen Vorteilen
Obwohl es sich bei Hirschleder um ein sehr weiches und geschmeidiges Material handelt, ist es sehr robust und nahezu unverwüstlich. Somit reichen meist schon 1,0 Millimeter Materialdicke aus, um ein langlebiges Bekleidungsstück herzustellen. Auf diese Weise sind Bekleidungsstücke aus Hirschleder sehr leicht, was den Tragekomfort zusätzlich erhöht. Aufgrund der vielen Vorteile des Materials gehören Bekleidungsstücke aus Hirschleder schon längst zur Standardgarderobe vieler Menschen.

Die richtige Pflege
Ein weiterer Vorteil von Hirschleder besteht darin, dass nur ein geringer Pflegeaufwand nötig ist, denn die Oberfläche des Leders ist relativ schmutzabweisend und unempfindlich. Wird die Hirschlederjacke fast täglich getragen, so ist ein Waschen jedoch nicht vermeidbar. Bedacht werden sollte jedoch, dass die Jacke durch zu häufiges Waschen einen Teil ihrer eingebürsteten Farbe verlieren kann. Wer seine Hirschlederbekleidung dennoch waschen will oder muss, der sollte dies im Wollwaschgang bei maximal 30 Grad tun. Ein normales Wollwaschmittel oder ganz einfach Seife reichen zur Reinigung vollkommen aus. Hirschlederbekleidung darf nur kalt in einem Trockner, oder aber liegend an der frischen Luft getrocknet werden, keinesfalls aber in der prallen Sonne, da das Material ansonsten brüchig wird. Das Trocken sollte langsam erfolgen, es kann ruhig bis zu drei Tagen dauern. Ist die Jacke trocken, so ist das Leder meist noch etwas steif, was sich aber durch das Tragen schnell wieder ändert. Mit einem Imprägnierspray kann man die Jacken zusätzlich vor Nässe schützen.

Worauf beim Kauf achten?
Eine gute Hirschlederjacke erkennt man daran, dass die Nähte perfekt verarbeitet wurden. Oftmals werden die Jacken heute noch in Handarbeit hergestellt, was besonders für die aufwendigen Trachtenjacken gilt. Viele Hersteller bieten zudem an, die Jacken nach exakten Ausmessungen maßzuschneidern. Auch viele der Ausstattungsdetails (Knöpfe, Verzierungen oder Taschen) können teilweise mit dem Hersteller abgesprochen werden. Allergiker oder Personen mit empfindlicher Haut sollten beim Kauf außerdem auf eine hautverträgliche Färbung der Jacke achten.