Sauerkirschbäume - Obstbäume richtig pflanzen

Nicht nur Sauerkirschbäume, sondern jeder Obstbaum wird für eine lange Dauer gepflanzt, deshalb sollte ihr künftiger Standort wohlüberlegt sein.


Obst aus dem eigenen Garten ist durch gekaufte Ware nicht zu übertreffen. Gerade Kirschen überzeugen bereits im Frühjahr mit einer traumhaften Blütenpracht und junge Bäume tragen nach der Pflanzung schon in kurzer Zeit eigene Früchte. Sauerkirschbäume wachsen langsamer als Süßkirschen und bleiben insgesamt kleiner. Doch der würzig herbe Geschmack seiner Früchte, macht sie zu einem idealen Obst für die Weiterverarbeitung in Marmeladen, Desserts oder Kuchen.

Auch Schattenmorellen mögen’s manchmal heiß

  • Unter den Sauerkirschbäumen ist die Schattenmorelle die beliebteste Sorte. Denn sie ist besonders pflegeleichte und vor allem sind die Bäume selbstbefruchtend, also genügt ein gepflanzter Baum für die zukünftige Kirschernte. Der Name leitet sich übrigens nicht von dem deutschen Wort „Schatten“, sondern dem französischen „Chateau“ (Schloss) ab. Deshalb ist es auch falsch zu glauben, dass dieser Baum besser in schattiger Nordlage gedeiht.
  • Die Schattenmorelle braucht, genauso wie andere Obstbäume, generell einen sonnigen bis halbschattigen und windgeschützten Platz, um richtig wachsen zu können. Nach der Ernte müssen alle Sauerkirschbäume kräftig zurückgeschnitten werden, denn die meisten Früchte bilden sich an den einjährigen Trieben.

Ein junger Baum braucht den richtigen Halt

  • Bei der Pflanzung mehrerer Sauerkirschbäume muss berücksichtigt werden, dass sie in den nächsten Jahren noch kräftig wachsen werden und so zueinander genügend Pflanzabstand brauchen. Zunächst muss ein Loch gegraben werden, dass größer als der eigentlich Wurzelballen ist. Dann wird der Aushub mit Komposterde vermischt, aufgelockert und mit Gesteinsmehl bestreut.
  • Bevor der Baum in die Erde gesetzt wird, sollten die Wurzeln vorbehandelt und beschädigte Enden sauber beschnitten werden. Ebenfalls vorher, wird ein Pfahl leicht schräg in die Erde geschlagen, der als Stützstock für die junge Pflanze dienen soll. Jetzt kann der Baum gerade im Loch platziert und die Wurzeln darin vorsichtig ausgebreitet werden.
  • Beim Zuschütten den Baum ein paar Mal noch leicht anheben, damit die Wurzeln eine feste Verbindung zum Boden bekommen. Zum Schluss die Erde fest treten, den Stamm am Pfahl befestigen und die neue Pflanze ausreichend wässern. Junge Sauerkirschbäume sind noch nicht sehr ertragreich. Deshalb lohnt es sich, die Ernte mit einem Netz vor gefräßigen Vögeln zu schützen.