Sauna selber bauen - Holz ist nicht gleich Holz

Viele Hausbesitzer wollen sich eine Sauna selber bauen. Dafür kann nicht jedes Holz verwendet werden. Es eignen sich unter anderem die kanadische Hemlocktanne, die nordische Fichte für die Innenverkleidung und das Abachiholz für die Liegebänke.


Jeder, der eine Sauna selber bauen möchte, sollte sich vor Beginn erst einmal über das benötigte Baumaterial informieren. Grundsätzlich muss als Erstes die Bauweise festgelegt werden. Benutzt man als Sauna-Baumaterial Element-, Massivholz oder entscheidet man sich doch lieber für die Blockbohlensauna, welche am häufigsten freistehend in Außenbereichen anzutreffen ist?

Baumaterial 

  • Das Sauna-Baumaterial bekommt man fast komplett bei Sauna- beziehungsweise Zubehöranbietern. Doch Vorsicht, nicht jedes Holz eignet sich als Sauna-Baumaterial! 
  • Es gibt unterschiedliche Holzarten, die man für den Bau seiner Sauna verwenden kann, zum Beispiel die kanadische Hemlocktanne. Sie eignet sich ganz besonders als Sauna-Baumaterial, denn ihr Holz arbeitet fast gar nicht. Sie hat eine hellbraune bis braune Farbe und eine feine, ziemlich gerade Maserung. Außerdem harzt dieses Baumaterial nicht.

Holzarten für den Saunabau

  • Bedeutend günstiger als die Hemlocktanne ist die nordische Fichte. Durch ihre zahlreich eingewachsenen Äste erhält sie eine ganz typische Maserung. Dieses Sauna-Baumaterial eignet sich besonders für die Innenverkleidung sowie für die Wand- und Deckenelemente. 
  • Besonders empfehlenswert für die Sitz- und Liegebänke ist das afrikanische Abachiholz, denn es nimmt nur sehr wenig Wärme auf. Charakteristisch für dieses Holz ist, dass es nahezu ast- und splitterfrei ist sowie sehr hell und weich. Also muss man beachten, dass nicht jedes Holz als Baumaterial für die Sauna geeignet ist und auch unterschiedliche Eigenschaften besitzt. 

Sauna selber bauen: Bauweise

  • Bei der Elementbauweise einer Sauna wird der Wandaufbau von innen nach außen gefertigt. Hierbei wäre benötigtes Baumaterial Fichten-Profilholz, eine Wasserdampfsperre, eine Wärmedämmung und Außenprofilholz. Für die Wärmedämmung eignen sich Mineralwolle, Steinwolle oder Korkplatten. 
  • Jedoch sollte man eines der wichtigsten Elemente hier nicht vergessen: die Diffusionssperre. Sie wird zwischen der Innenauskleidung und der Wärmedämmschicht angebracht, damit es zu keinem Durchfeuchten des Dämmmaterials kommt.
  • Bei der Blockbohlenbauweise werden die Blockbohlen hingegen ineinander verkämmt und bieten über eine doppelte Nut- und Federverbindung eine stabile Konstruktion. Um die Stabilität aber über Jahre zu erhalten, werden die Blockbohlen mit verzinkten Gewindestangen zusammengehalten. Bei dieser Saunabauweise ist es wichtig, zu beachten, dass die Sauna im Außenbereich gebaut wird und komplett freistehend ist.