Sauna selber bauen - Innenverkleidung

Haben Sie beim Sauna selber bauen die Wandkonstruktion fertiggestellt, folgt nun der Aufbau der Innenverkleidung. Mit einigen Tipps gelingt diese ganz einfach.


Nachdem die spätere Sauna mit einer Lattenkonstruktion mit dem Wohnhaus oder angrenzenden Zimmern verbunden und gedämmt wurde, geht es nun an den Bau der Innenverkleidung.

Paneel-Verkleidung

  • Als Material für die Innenverkleidung eignen sich am besten gut getrocknete, langsam gewachsene Hölzer, beispielsweise nordische Fichten- und Hemlockhölzer. Die Paneele, also die Holzplatten, müssen ein speziell für den Saunabau ausgehobeltes Profil haben und als Steckverbindungsart über eine Nut-Feder-Verbindung verfügen. 
  • Die Paneele müssen senkrecht angebracht werden und mit nicht-rostenden Senkkopfschrauben an jedem Querholz befestigt werden. Die Kanten und Ecken der Paneele müssen entsprechend angepasst werden.

Sauna selber bauen: Belüftung der Kabine

  • Je nach Raumgröße reicht ein einfacher Schieber von etwa 12 mal 20 Zentimetern. Zuluft- und Abluftöffnung werden auf gegenüberliegenden Seiten angebracht. Die Zuluft wird in Ofennähe, im unteren Bereich durch einen Ausschnitt im Sockelrahmen eingebracht. 
  • Sie kann durch einen Schacht von außen in die Kabine geführt werden, aber wenn ein Fenster in der Nähe ist, reicht dies bereits aus. Die Abluftöffnung kommt dagegen in 70 bis 80 Zentimeter Höhe und darf nicht gegen eine Wand gerichtet sein.

Boden und Sitzbänke

  • Meist kann der vorhandene Boden schon bestens als Kabinenboden genutzt werden, sofern es sich nicht um Holz handelt. Geeignete Beläge sind Zementestrich, Steinzeugplatten, Klinker und ähnliche Materialien. 
  • Schließlich werden die Sitzbänke in die Kabine montiert. Auch hier ist es wichtig, rostfreie Senkkopfschrauben zu benutzen, da keine berührbaren Metallteile in die Kabine dürfen. Die Sitzbänke sollten aus Abachi-, Pappel- oder Lindenholz bestehen. 
  • Der Leisten der Roste sollten dabei nicht mehr als 1 bis 1,5 Zentimeter Abstand zueinander haben, sowie 5 bis 8 Zentimeter breit sein. Selbstverständlich müssen sie von unten verleimt und berührungssicher verschraubt werden. Die Anordnung der Sitzbänke erfolgt wie üblich in Stufen. Die oberste Stufe muss 1 Meter von der Saunadecke entfernt sein und die untere Sitzbank wiederum 35 Zentimeter von der oberen.

Weiteres Zubehör

  • Weiterhin gehören zu einer Saunaausstattung ein Kombinationsmessgerät für Temperatur und Luftfeuchtigkeit, also ein Thermo- und Hydrometer. Außerdem brauchen Sie in der Kabine natürlich auch Licht. Dazu eigen sich Porzellan- oder Naturglaslampen, aber keineswegs solche aus Metall oder Kunststoff. 
  • Lassen Sie sich alle elektrischen Anschlüsse vom Fachmann anbringen. Der Innenausbau ihrer Sauna ist nun vollendet und einem entspannten Saunavergnügen steht nichts mehr im Wege.