Sauna und Gesundheit: Schwitzen Sie sich gesund in der Sauna

Sauna und Gesundheit - diese zwei Begriffe sind untrennbar miteinander verbunden.


Das Wellness- und Naturheilritual aus dem hohen Norden erfreut sich auch in Deutschland immer größerer Beliebtheit. Und das nicht ohne Grund, denn so ein Besuch in der Schwitzkammer ist nicht nur entspannend, sondern besitzt auch noch den Extra Gesund-Effekt. Wer regelmäßig sauniert, stärkt sein Immunsystem und beugt Erkältungen vor.

Gesunder Gluthauch
Essenziell für das Schwitzerlebnis sind die heißen Aufgüsse, mit denen nicht die sinnlichen Düfte gemeint sind, die plötzlich durch den Raum wabern, sondern der Vorgang, in dem Wasser auf die heißen Steine gegossen wird. Dies nennt sich auch Dampfstoß, weil das aufgegossene Wasser in Form von Dampf zurück in den Raum gelangt. In Finnland heißt der Aufguss treffenderweise auch Gluthauch.
Was geschieht nun beim Aufguss? Zunächst steigt die Luftfeuchtigkeit in der Schwitzkammer stark an und der persönliche Hitzereiz verstärkt sich. Ein Angestellter wedelt mit einem Tuch oder speziellen Reisigbündeln, um den Wasserdampf gleichzeitig im Raum zu verteilen. Das Wedeln bewirkt, dass sich die oberste isolierende Luftschicht auf der Haut blitzschnell auflöst. Folge: Die individuelle Wärmeempfindung steigt noch einmal. Um das Schwitzen angenehmer zu gestalten und den Wellnesseffekt zu verbessern, kommen aromatische Substanzen zum Einsatz. Je nach Lust und Laune kann das das traditionelle Kiefernöl sein oder exotische Düfte aus 1001 Nacht.

Sauna und Gesundheit: Richtig abkühlen
Dass Sauna und Gesundheit untrennbar miteinander verbunden sind, ist bekannt. Doch erst durch das nachfolgende Abkühlen tritt der Gesund-Effekt ein. Die Blutgefäße werden trainiert und der Kreislauf kommt auf Hochtouren. Die Kältereize sollten kurz und stark sein und insgesamt etwa so lange dauern wie der eigentliche Saungang. Ideal ist eine mehrteilige Abkühlzeremonie. Diese wird eingeleitet durch einen kurzen Aufenthalt an der frischen Luft. Danach folgen Schlauchgüsse und Duschen, um den Schweiß vom Körper zu spülen. Bei den Güssen wird der Wasserstrahl so eingestellt, dass er die Körperstellen ganz umschließt. Es wird an den Extremitäten begonnen und sich langsam zur Körpermitte vorgearbeitet. Anschließend kann ein Sprung ins Tauchbecken für weitere Erfrischung sorgen. Am Ende helfen warme Fußbäder den Abkühlprozess zu beschleunigen, sie helfen dabei die verbliebene Wärme nach außen zu transportieren, indem sie die Hautgefäße weiten. Bevor es nach Hause geht, sollten Saunagänger sich auf einer Liege ausruhen.

Die häufigsten Sauna-Fehler
Saunieren ist gesund, aber nur, wenn man es richtig angeht. Wir haben die häufigsten Fehler zusammengestellt.

Fehler 1:
Die Hitze ist für den Organismus anstrengend genug, daher sollten weitere Anstrengungen vermieden werden.

Fehler 2:
Gehen Sie niemals krank oder gar mit einem ernsthaften Virusinfekt in die Sauna.

Fehler 3
Trinken Sie nicht bereits während des Saunagangs sondern erst danach, damit der Entgiftungseffekt nicht zunichte gemacht wird

Fehler 4
Manche Saunagänger kommen abgehetzt, direkt nach dem Sport oder der Arbeit in die Sauna. Damit der Kreislauf nicht durch die Schwitzkur zusätzlich belastet wird, sollte erstmal eine Ruhepause eingelegt werden.

Fehler 5
Viele vergessen beim Abkühlen den Kopf. Da sich am Hals das Steuerzentrum für Wärme befindet, wird der Kopf ganz rot, wenn man im Tauchbecken nicht ganz untertaucht.

Fehler 6
Vor dem Saunagang sollte man sich unbedingt abtrocknen, denn Feuchtigkeit auf der Haut behindert das Schwitzen.