Scheidenausfluss - wann sind die fruchtbaren Tage?

Der Menstruationszyklus einer Frau wird untrer anderem von einem Scheidenausfluss begleitet. Dieser Ausfluss ermöglicht der Frau bei genauer, aufmerksamer Beobachtung Rückschlüsse auf die fruchtbaren Tage


Die Menstruation einer Frau wird von diversen körperlichen Symptomen begleitet – unter anderem auch von einem Scheidenausfluss. Dieser Scheidenausfluss ist völlig normal und ermöglicht der Frau bei genauer, aufmerksamer Beobachtung sogar Rückschlüsse auf ihre fruchtbaren Tage. In den Tagen rund um den Eisprung, also ungefähr in der zeitlichen Mitte des Zyklus, wird der bislang klare, unauffällige Ausfluss stärker und verändert seine Farbe und Konsistenz bis zum Einsetzen der Menstruation zu einem cremigen Weiß. Welche Menge dieses Schleims eine Frau in ihrer Slipeinlage vorfindet oder wahrnimmt, ist von Organismus zu Organismus unterschiedlich.

Zervixschleim riecht nicht und erinnert an Eiklar
Wichtigster Bestandteil des zyklusbedingten Ausflusses ist der Gebärmutterschleim, der sogenannte Zervixschleim. Er gibt Frauen einen Hinweis auf die fruchtbaren Tage. Während der fruchtbaren Zeit wird der Zervixschleim flüssiger und rinnt hinunter bis zum Scheideneingang, eine Erscheinung, die von manchen Frauen sogar deutlich wahrgenommen wird. Der Zervixschleim erinnert in seiner Konsistenz an Eiklar und zieht Fäden; zudem fühlt er sich ölig und glitschig an. Der Zervixschleim ist niemals von Jucken und Brennen begleitet und riecht unauffällig.

Spermien brauchen Gebärmutterschleim zum Überleben
In den ersten Tagen nach der Menstruationsblutung wird noch kein Zervixschleim gebildet – die Möglichkeit, schwanger zu werden, ist damit äußerst gering, weil die Samenzellen den Schleim brauchen, um zu überleben. Da der Zervixschleim seine optimale Konsistenz und Menge aber schon einige Tage vor dem Eisprung aufzubauen beginnt, besteht schon jetzt die Möglichkeit, schwanger zu werden. Denn im Zervixschleim sind Spermien einige Tage überlebensfähig und können derart geschützt auf den Einsprung warten.

Bei stark riechendem Ausfluss unbedingt Arzt aufsuchen
Sondert die Scheide unüblich viel Ausfluss ab, kann das für die Frau lästig und unangenehm werden, muss aber nicht zwingend bedeuten, dass eine Krankheit vorliegt. Es kann sich bei der Ursache für den stärkeren Ausfluss auch um eine Irritation des Scheidenmilieus handeln – ausgelöst etwa durch übertriebene Intimhygiene, Stress oder eine zu zuckerhaltige Ernährung. Eine Behandlung mit Vaginalzäpfchen, die Milchsäurebakterien beinhalten, kann das Scheidenmilieu wieder ins Gleichgewicht rücken. Geht der Ausfluss aber mit Brennen, Jucken und Geruch einher oder weist eine grünliche, bräunliche oder rote Farbe auf, muss ein Gynäkologe aufgesucht werden, da der dringende Verdacht auf Parasiten, eine Pilzinfektion, bakterielle Infektionen oder eine Geschlechtskrankheit besteht.