Scherenschnitte zu Weihnachten: So geht’s

Mit schwarzem Papier und Schere zum selbstgebastelten Geschenk - Scherenschnitte zu Weihnachten: So geht´s.


Selbstgemachte Geschenke sind individuell und einzigartig, zeigen sie doch, mit wieviel Liebe man schenkt. Scherenschnitte zu Weihnachten gehören zu den schönsten, aber auch zu den schwierigsten Papier-Basteleien.

Material und Werkzeug
Grundmaterial für Scherenschnitte zu Weihnachten ist schwarzes Papier. Der Handel bietet gummiertes Scherenschnittpapier blockweise in verschiedenen Größen an. Oft löst sich die Gummierung auf der Rückseite des Scherenschnittpapiers aber schon während des Schneidens. Die Folge ist, dass Kleinteile der Schnittarbeit häufig an den Fingern kleben bleiben und abreißen. Besser beraten ist man mit ungummiertem Tonpapier. Es klebt garantiert nicht fest und reißt auch nicht so leicht wie sein gummierter Verwandter. Ein gut gespitzter, harter Bleistift, ein weißer Holzbuntstift, Transparentpapier und eine möglichst spitze und scharfe Nagelschere sind ebenfalls erforderlich.

Vom Wunschmotiv zum Scherenschnitt
Ein weihnachtliches Motiv ist schnell gefunden. Dies kann ein Engel sein, eine stimmungsvolle Laterne mit Kerze darin oder vielleicht eine schön ausgearbeitete Schneeflocke. Bezaubernde Vorlagen gibt es reichlich. Spezielle Vorlagenhefte liefern Anregung für jede Gelegenheit. Hat man sich für ein Motiv entschieden, kann man versuchen, es freihändig auf seinen schwarzen Scherenschnittbogen zu übertragen. Hierzu wird der weiße Holzbuntstift verwendet. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann seine Wahlvorlage auch mit Hilfe des Transparentpapiers auf das Scherenschnittpapier bringen. Dazu wird die Vorlage schlicht mit Bleistift und Transparentpapier abgepaust und auf das schwarze Papier übertragen. Zur besseren Sichtbarkeit müssen die gepausten Linien danach allerdings noch mit dem weißen Stift nachgezogen werden. Jetzt wird es wirklich kompliziert, denn nun wird geschnitten. Es werden alle weiß gerahmten Konturen freigeschnitten, bis nur noch die schwarze Silhouette des weihnachtlichen Motivs übrig bleibt. Für absolute Anfänger empfiehlt sich ein weniger filigranes Motiv mit einfachen Konturen. Wer aber erst einige praktische Erfahrungen im Scherenschnitt gesammelt hat, wird bald feststellen, dass die gewählten Motive immer komplizierter und die Konturen mit wachsender Praxis immer feiner werden. Um hier keinen Fehler zu machen, bedarf es eines guten Auges und einer ruhigen Hand. Wer meint, beides nicht zu haben, sollte es trotzdem versuchen. Das Anfertigen von Scherenschnitten ist eine meditative Arbeit. Der Geist entspannt, Auge und Hand werden folgen. Und das Ergebnis kann sich sehen lassen: Gerahmt als Wandbild oder als selbstgebastelte Weihnachtskarte – Scherenschnitte zu Weihnachten sind ein einzigartiges Geschenk.