SchlafapnoeSyndrom - wenn die Atmung versagt...

Der Begriff Schlafapnoe ist die medizinische Bezeichnung für einen Atemstillstand während des Schlafens. Unter dem Sammelbegriff Schlafapnoe Syndrom versteht man mehrere Schlafstörungen


Die Bezeichnung Apnoe ist der medizinische Begriff für einen Atemstillstand. Unter dem Sammelbegriff Schlafapnoe Syndrom versteht man mehrere Schlafstörungen, die wiederholt zu einem Ausfall der Atmung führen. Schlafapnoen lösen über einen längeren, unbehandelten Zeitraum Herzversagen und Ateminsuffizienz aus. Schnarchen kann ein Symptom dieser lebensgefährlichen Unterbrechung der Atmung sein.

Obstruktive Schlafapnoe
Am häufigsten wird die obstruktive Schlafapnoe diagnostiziert. Hervorgerufen wird diese Störung eine veranlagte Verengung der oberen Luftwege oder des Rachenraums. Die oberen Luftwege können aber auch durch Übergewicht verengt werden. Des Weiteren bergen Lungenkrankheiten, Rauchen und überdurchschnittlicher Alkoholkonsum das Risiko der obstruktiven Schlafapnoe. Im Kindesalter können vergrößerte Mandelorgane im Gaumen- und Rachenbereich zu dieser Störung führen.

Zentrale Schlafapnoe
Die zentrale Schlafapnoe wird durch eine Fehlfunktion im Gehirn ausgelöst. Der Gehirnstamm, der die Atmung kontrolliert, reagiert dabei nur vermindert auf den Kohlendioxidgehalt im Blut. Steigt der Kohlendioxidspiegel an, veranlasst der Hirnstamm eine schnelle und tiefe Ausamtung. Im Fall einer zentralen Schlafapnoe ist diese Reaktion verringert. Ursache dieser Störung sind Hirntumore, Herzschwächen und eine nicht behandelte obstruktive Schlafapnoe.

Gemischte Schlafapnoe
Die gemischte Schlafapnoe ist eine kombinierte Form der obstruktiven und zentralen Schlafapnoe. Der Mangel an Sauerstoff und der erhöhte Kohlendioxidwert im Blut, der durch die obstruktive Schlafapnoe bedingt ist, kann über einen längeren Zeitraum eine zentrale Schlafapnoe auslösen.

Symptome
Schnarchen und Atemaussetzer sind erste Symptome von einem Schlafapnoe Syndrom. Diese Anzeichen werden fatalerweise meist nur festgestellt, wenn sich die Person in Beobachtung befindet. Das heißt, wenn ein weiterer Mensch beim Schlafen anwesend ist und durch das Schnarchen und Röcheln geweckt wird. Singles oder Menschen, die alleine leben, bekommen ihre Schlafstörungen oftmals nicht mit. Weiterhin können Ermüdungserscheinungen, Konzentrationsschwierigkeiten, morgendliche Kopfschmerzen Symptome für eine Schlafapnoe sein.

Gegenmaßnahmen
Nach der Diagnose einer Schlafapnoe, die meist durch Test im Schlaflabor bestätigt werden kann, sind mehrere Gegenmaßnahmen möglich. Operative Eingriffe, aber auch diverse Hilfsmittel können helfen. Spezielle Schnarchkissen halten die Körperposition entsprechend der Freihaltung der oberen Atemwege und auch angepasste Beißschienen können die obstruktive Schlafapnoe mindern. Eine Sauerstoffmaske kann ebenso die Luftzufuhr sichern. Bei einer zentralen Schlafapnoe ist des Weiteren die medikamentöse Behandlung der eigentlichen Ursache unverzichtbar.