Schlafstörungen - Eine Gefahr für Körper und Geist

Unser Körper benötigt Schlaf, damit er sich von den Strapazen, denen er ausgesetzt ist, erholen kann. Bei Schlafstörungen kann es vorkommen, dass unser Körper irgendwann aufgibt und wir in Depressionen verfallen


Ein gesunder Schlaf ist für die geistige und körperliche Erholung ein wichtiges Element. Ausgeprägte nächtliche Ruhephasen, in denen sich sowohl Stoffwechsel aus auch Herzschlag automatisch verlangsamen, sind daher essenziell, damit der menschliche Organismus gut funktionieren kann. Doch leider scheint in den Industrieländern nur noch wenigen Menschen dieses Privileg gegönnt. 

Auswirkungen
Denn circa acht Millionen Deutsche leiden an Schlafstörungen. Gerade Durchschlafstörungen gehören in diesem Bereich zu den häufigsten Symptomen, wobei Ärzte insgesamt von 88 unterschiedlichen Schlafstörungen sprechen. Wenn wir schlafen, wird unser gesamter Metabolismus heruntergefahren. Sowohl die Atmung, als auch sämtliche Kreislauf- und Stoffwechselfunktionen laufen nur stark verlangsamt ab. Der Körper ist sozusagen auf Sparflamme. Aber genau dieser Zustand ist für ihn extrem wichtig, damit er sich erholen kann. Denn ein Schlafentzug, der über längere Zeit andauert, schwächt nicht nur das Immunsystem, sondern macht uns für psychische Krankheiten anfälliger. Demzufolge leiden Menschen mit Schlafstörungen häufiger an Angstneurosen und Depressionen. Gerne gerät man dabei auch in einen Kreislauf und weiß am Ende nicht mehr, was zuerst da war, die Schlafstörung oder die psychische Erkrankung.

Verminderte Aufmerksamkeit
Auch bezüglich der Aufmerksamkeit im Verkehr macht sich unregelmäßiger Schlaf oder eine verkürzte Schlafdauer in den Unfallstatistiken bemerkbar. Es zeigt sich deutlich, dass wer ausgeglichener schläft, sich auch besser konzentrieren kann. Als Folge davon sind Menschen mit Schlafstörungen häufiger in Verkehrsunfälle verwickelt als solche ohne. Denn ein ausreichender Schlaf steht in engem Zusammenhang mit der Reaktionsfähigkeit, die gerade im Straßenverkehr immer wieder aufs neue gefordert ist.

Auswirkungen auf das Herz-Kreislauf-System
Schlafstörungen können aber auch gesundheitliche Folgen für das Herz-Kreislauf-System und den Verdauungstrakt haben. So haben diese Menschen ein erhöhtes Risiko an Magen-Darm-Erkrankungen. Auch Krebs tritt bei ihnen häufiger auf. Besonders verheerend ist es, wenn es während den Schlafes zu Atemstillständen kommt.

Gesunder Biorhytmus
Ein wichtiger Grundstein für einen gesunden Schlaf ist daher der Biorhythmus. Menschen, die einen unregelmäßigen Tagesablauf haben und ihre Malzeiten zu keinen festen Zeiten einnehmen, leiden häufiger an Schlafstörungen als solche, bei denen alles geregelt zugeht. Sogar übermäßiger Nikotin- oder auch Alkoholgenuss kann zu Schlafstörungen führen. Denn diese Faktoren lösen auf Dauer Störungen der Organfunktionen aus. Dadurch kommt es zu einer erhöhten Bildung von Stresshormonen, die das normale Ein- und Durchschlafen maßgeblich behindern können.

Ein- und Durchschlafstörungen
Daher unterscheidet man zwischen den unterschiedlichsten Schlafstörungen. Zu den Wichtigsten gehören Ein- und Durchschlafstörungen, ein übermäßiges Schlagbedürfnis oder auch zu frühes Erwachen. Manche Menschen, die an Schlafstörungen leiden, klagen auch über Aufwachstörungen in Kombination mit Alpträumen. Allerdings kann ein gestörter Schlaf auch als Begleiterscheinung einer anderen Erkrankung auftreten. Dies ist z.B. bei Erkrankungen der Atemwege oder des Herzens der Fall.

Ursachen
Leiden Sie an Schlafstörungen, sollten Sie das nicht auf die leichte Schulter nehmen. Schlafstörungen können viele unterschiedliche Gründe haben. Die Auswirkungen allerdings sind verheerend. Besprechen Sie daher Ihre Symptomatik mit Ihrem Hausarzt, damit er weitere Untersuchungen und eine dementsprechende Behandlung durchführen kann. Nur so kann man der eigentlichen Ursache für die Schlafstörung auf den Zahn fühlen.