Schleimbeutelentzündung (Bursitis) - Überbeanspruchung vermeiden

Werden bestimmte Körperstellen zu stark belastet, droht eine Schleimbeutelentzündung. Diese äußert sich oft durch starke Schmerzen.


Schleimbeutel finden sich an diversen Stellen im menschlichen Körper. Genauer gesagt dort, wo Sehnen Gefahr laufen, durch mechanische Beanspruchung wie die Reibung auf einem Knochen oder von äußeren Einflüssen beschädigt zu werden. Der Mensch hat daher Schleimbeutel in den Füßen, am Ellenbogen, in den Knien und weiteren Körperteilen. Zu Entzündungen der Schleimbeutel kommt es relativ schnell an Knien oder Ellenbogen, da sich die Schleimbeutel an diesen Körperstellen direkt unter der Haut befinden. Eine regelmäßige und starke Belastung, beispielsweise durch permanenten Druck auf die Schleimbeutel am Ellenbogen, führt dann häufig zu einer Entzündung, die sich zuerst durch leichtes Brennen und durch Wärmeentwicklung bemerkbar macht. Da man das Aufstützen auf den Ellenbogen sehr oft bei Studenten während ihrer Lektüre beobachtet hat, wurde diese Art der Schleimbeutelentzündung (Bursitis) in Fachkreisen sogleich als „Studentenellenbogen“ benannt.

Eine häufige Ursache für Schmerzen im Schulterbereich
Im Schulterbereich leiden viele Menschen von Zeit zu Zeit unter sehr starken Schmerzen, die sie in ihren Bewegungen einschränken. Einige Betroffene können vor lauter Schmerz den rechten oder linken Arm nicht mehr anheben. Treten solche Symptome auf, finden Mediziner die Ursache meistens schnell in einer Schleimbeutelentzündung, die zwar schmerzhaft aber grundsätzlich harmlos ist. Die Schleimbeutel sind durch mechanische Überbelastung oder aber auch durch Bakterien entzündet.

Mechanische Einwirkung vermeiden
Eine wirksame Behandlung einer Schleimbeutelentzündung kann nur erfolgen, wenn die mechanischen Einwirkungen auf die Schleimbeutel vermieden werden. Wenn Ihnen also bewusst ist, dass Sie vor Auftreten der Schmerzen beispielsweise im Knie viel im Garten gearbeitet haben und auf den Knien herumgerutscht sind, dann sollten Sie derartige Belastungen für einen gewissen Zeitraum ausschließen. Nur auf diese Weise kann die Entzündung abklingen und der Schmerz verschwinden. Führen Sie jedoch stets gemäßigte Bewegungen auch mit den schmerzenden Körperteilen durch, da sonst die Muskulatur an einigen Körperstellen abbaut oder eine Steifigkeit droht.

Schmerzmittel lindern Schmerzen und wirken entzündungshemmend
Eine zusätzliche Behandlung kann die Einnahme von Schmerzmitteln darstellen, deren Wirkstoffe das Abklingen der Entzündung fördern. Unter anderem eignen sich die Wirkstoffe Acetylsalicylsäure und Ibuprofen. Häufig kann schon deshalb nicht auf die Begleittherapie von Schmerzmitteln verzichtet werden, weil Betroffene sehr starke Schmerzen verspüren, die den Alltag in erheblicher Weise einschränken.

Vorsicht vor Nebenwirkungen
Für den Großteil der Patienten mit einer Schleimbeutelentzündung dürfte das Zuführen von schmerzstillenden und entzündungshemmenden Medikamenten kein zusätzliches Problem bedeuten. Für einige Menschen sind die Nebenwirkungen von üblichen Schmerzmitteln aber gesundheitsbeeinträchtigend, weshalb die Anwendung umgangen werden sollte. Bei einer Langzeiteinnahme von Schmerzmitteln ist deshalb aufgrund ihrer magen- und darmschädigenden Wirkung unter Umständen auf eine andere Behandlungsmethode auszuweichen. Beispielsweise lässt sich ein bestimmter Typus von Hormonen (Corticosteroide) an der entzündeten Stelle gezielt injizieren und damit eine schnelle Abheilung erreichen.

Schleimbeutelentzündung durch bakterielle Infektion
Liegt der Schleimbeutelentzündung eine bakterielle Infizierung zugrunde, die zum Beispiel durch kleine Verletzungen in der Haut zustande gekommen ist, kann die Einnahme von Antibiotika angeraten sein.