Schlucktraining

Auch das Schlucktraining gehört zur Rehabilitation. Mit diesem soll dem Patienten ermöglicht werden, wieder selbstständig Nahrung ausfzunehmen.


Betroffene eines Schlaganfalls haben oftmlas mit Schlucken zu kämpfen. Ursache hierfür ist, dass auch die Bewegungen, die beim Schlucken ablaufen, in bestimmten Hirnarealen gesteuert werden. Bei einem Schlaganfall kommt es sehr häufig zu einer Störung in diesen Bereichen. Das Problem ist durchaus ernst zu nehmen. Denn solche Schwierigkeiten bei der Nahrungsaufnahme können Mangelernährung und Dehydrierung zur Folge haben. So bleiben beispielsweise Nahrungsreste in den Backentaschen zurück oder der Betroffene verschluckt sich häufig, sodass die Atmung behindert wird. Unter normalen Umständen zeigt sich dies durch einen Hustenreiz. Es gibt jedoch auch Fälle, in denen er ausbleibt. Diese sogenannte „stille Aspiration“ ist besonders gefährlich, da hier nicht bemerkt wird, wenn Nahrung in die Lunge gerät. Bestehen die Probleme mit dem Verschlucken über einen längeren Zeitraum hinweg, so sind schwere Lungenentzündungen möglich.

Schlucktraining

Hilfestellungen auf dem Weg zu einem verbesserten Schluckverhalten gibt die Logopädie. Je nachdem, welche Bereiche besonders problematisch sind, wird die Therapie variiert.

Bei funktionellen Schlucktraining wie dem Mendelsohn-Manöver oder dem supraglottischen Schlucken erlernt der Patient diesen für uns automatisch verlaufenden Prozess ganz neu. Trainiert wird dabei zunächst die Mund- und Zungenbewegung. Je nach Schweregrad wird zunächst durch Berührung und Reizung einzelner Bereiche des Mundes die Sensibilität erhöht. In einer späteren Phase wird Nahrung gezielt im Mund platziert und durch besondere Schlucktechniken aus diesem in die Speiseröhre befördert. Eine wesentliche Rolle bei diesem Vorgang nimmt auch die Haltung und die Position des Kopfes ein. Diese ist auch dann von Bedeutung, wenn die Vermeidung von Aspiration (Verschlucken) im Zentrum der Bemühungen steht. Hier helfen auch spezielle Schluckschutztechniken.

Nicht immer kann der Prozess der Nahrungsaufnahme wieder vollständig normalisiert werden. Daher ist es auch möglich, dass sich ein Patient auf andersartige Kost wie Nahrungsmittel von weicherer Konsistenz oder Trinknahrung umstellen muss. Auch der Umgang mit speziell für Schwierigkeiten beim Essen geeignetem Geschirr kann hier erlernt werden. In schwereren Fällen, wenn beispielsweise das Schlucken vollkommen behindert ist, erfolgt die Ernährung über eine Magensonde.