Es gibt Krankheiten, die sich problemlos behandeln lassen und andere Krankheiten, die permanent Probleme bereiten. Dazu gehören auch Schmerzen am Trigeminusnerv. Hierbei handelt es sich um Schmerzen im Gesicht, welche sich in Abständen wiederholen.
Was genau ist der Trigeminusnerv?
Die über den Trigeminusnerv vermittelte Trigeminale Wahrnehmung wird über die Sinnesreize an das Gesicht weiter geleitet. Dem Trigeminusnerv sind keine spezifischen Sinneszellen zugeordnet. Ohne erkennbare Vorbelastung durchzieht ein stechender Schmerz das Gesicht. Der Schmerz kommt aus dem Nichts und verschwindet genauso wieder. Diese schmerzhafte Reizleiter im Gesicht kann sich am Tag in Abständen wiederholen. Was passiert aber im Gesicht eines solchen Schmerzpatienten? Mit großer Wahrscheinlichkeit liegt es an einer Störung, welche den Kopfnerv betrifft. Dieser Kopfnerv nennt sich Trigeminusnerv. Obwohl die Heilungschancen bis heute gleich null sind, gibt es dennoch eine Reihe von Behandlungsmöglichkeiten, die die Symptome im Kopf positiv beeinflussen können. Dieser Nerv vermittelt normalerweise die sensorischen Fasern im Gesichtsbereich an das Gehirn. Jede Gesichtshälfte wird durch einen Trigeminusnerv, der sich in drei Äste aufspaltet, versorgt. Jeder dieser Äste ist für einen bestimmten Gesichtsbereich zuständig.
Der Auslöser für diese Gesichtsschmerzen ist bisher nicht erforscht und daher noch unbekannt. Es liegen Vermutungen nahe, dass ein Blutgefäß im Gehirn in Kontakt mit dem Nerv kommt und daher diesen stechenden Schmerz auslöst. Derartige Gesichtsschmerzen treten bei Frauen häufiger auf als bei Männern. Die Schmerzen können durch einfache Handlungen, wie Rasieren, Sprechen oder Make-up Auftragen ausgelöst werden.
Wie kann man diesen Gesichtsschmerzen entgegentreten?
Um die Neuralgie der Gesichtsschmerzen zu diagnostizieren, bedarf es vieler potenzieller Probleme, die ausgeschlossen werden müssen. Bevor zu herkömmlichen Schmerzmitteln gegriffen wird, die kaum helfen, ist dagegen dieMagnetresonanztomographie ein wichtiges Hilfsmittel. Auch Antiepileptika Mittel können den Schmerz bis zu 80 Prozent unter Kontrolle halten. Sollte auch mit diesen Substanzen kein merklicher Erfolg erzielt werden oder deutliche Nebenwirkungen auftreten, so muss die Behandlungsmethode geändert werden.
Was gibt es noch für Behandlungsmöglichkeiten?
Eine weitere Möglichkeit besteht in der Verabreichung von Alkoholspritzen. Bei dieser Methode wird Alkohol unter die Gesichtshaut injiziert, wo der Schmerz sich bemerkbar macht. So wird diese Region über einen längeren Zeitraum effizient betäubt. Weitere Möglichkeiten bestehen in der Glyzerinspritze, die in die Nervenwurzel gespritzt wird, um diese zu schädigen, was gleichzeitig eine Schmerzblockade auslöst. Eine andere Möglichkeit ist, den Trigeminusnerv mit Langwellen- Strom zu versorgen.