Schmuck-Allergie - Wenn Schmuck wehtut

Der Nachteil an Schmuck ist, dass er bei vielen Menschen Allergien auslöst. Diese Schmuck-Allergie macht sich dann bemerkbar, wenn während oder nach dem Tragen der Stücke Hautreaktionen auftreten.


Schon kleine Mädchen tragen Ohrringe und spielen so unbewusst mit ihrer Weiblichkeit. Schmuck ist das wichtigste Accessoire, um die eigene Garderobe aufzuwerten. Leider hat das Tragen von Schmuck für viele Menschen auch unschöne Auswirkungen. Es scheint, dass durch die zunehmende Umweltverschmutzung auch der menschliche Körper stärker auf unterschiedlichste Stoffe aus der Schmuckverarbeitung mit einer Schmuck-Allergie reagiert.

Schmuckverarbeitung

  • Die Ursache für viele im Zusammenhang mit Schmuck auftretenden Allergien liegt in der Art und Weise, wie Schmuck hergestellt wird. Viele Metalle sind in ihrer ursprünglichen Konsistenz nicht dazu geeignet, zu Schmuckstücken verarbeitet zu werden. Das Edelmetall Gold beispielsweise ist sehr weich und könnte in seiner Ursprungsform nicht in Schmuckstücke umgewandelt werden.
  • Aus diesem Grund werden andere, unedlere Metalle hinzugefügt, um es widerstandsfähiger zu machen. Man spricht dann von einer Legierung. Legierungen sind Verbindungen aus verschiedenen Metallen, die zusammengebracht werden, um die Eigenschaften der einzelnen Komponenten zu verstärken. Eine sehr bekannte Legierung ist Gelbgold. Es besteht zu großen Teilen aus Silber, denn dieses Edelmetall besitzt eine höhere chemische Festigkeit als reines Gold. 

Nickelallergie weit verbreitet

  • Viele Menschen können Schmuck nicht bedenkenlos tragen, denn manchmal kommt es vor, dass Schmuck zu allergischen Reaktionen führt. Die bekannteste Schmuckallergie steht in Zusammenhang mit dem Metall Nickel.
  • Dermatologen gehen davon aus, dass etwa jeder fünfte Mensch, der Großteil davon Frauen, unter dieser Form der Schmuckallergie zu leiden hat. Eine solche Allergie kann bereits nach dem ersten Kontakt mit dem körperfremden Stoff oder erst nach Jahren uneingeschränkten Tragens auftreten. 

Ursachen und Symptome

  • Bei der Nickelallergie handelt es sich um eine Kontaktallergie, das bedeutet, bei einer Berührung mit dem Metall kommt es zu den Hautreaktionen unterschiedlicher Ausprägung. Körperschweiß spielt hierbei eine sehr wichtige Rolle. Wenn der Körper beginnt, Schweiß zu produzieren, gelangt dieser auch unter das Schmuckstück. 
  • Der darin enthaltene Nickel löst sich auf und so genannte Nickelsalze entstehen. Diese wiederum reagieren mit der Haut und führen zu allergischen Reaktionen. Die Körperreaktionen auf den fremden Stoff reichen von Juckreiz, über mit Wasser gefüllte Bläschen hin zu großflächigem schmerzendem Hautausschlag. 

Was tun bei einer Schmuck-Allergie?

  • Wenn vom Hautarzt eine Nickelallergie festgestellt wurde, muss jeglicher Kontakt mit dem allergieauslösenden Stoff vermieden werden. Das bedeutet nicht nur auf den betroffenen Schmuck zu verzichten, sondern auch der Hautkontakt mit anderen nickelhaltigen Gegenständen ist zu meiden. Neben Knöpfen und Reißverschlüssen findet sich Nickel auch in Brillengestellen, Gürtelschnallen oder Kochgeschirr. 
  • Modebewusste Menschen müssen aber nicht auf Schmuck verzichten. Goldschmiede fertigen individuellen nickelfreien Schmuck an. Auch hochwertiger Gold- oder Platinschmuck ist geeignet, denn diese Materialien sind nur in geringem Maße allergieauslösend. Denn je höher der Gold- oder Platingehalt in einem Schmuckstück ist, umso geringer ist auch das Risiko für eine allergische Reaktion.