Schornstein selber mauern: Anleitung

Einen Schornstein selber mauern erfordert schon ein gewisses Maß an Fachwissen, wenn man kein gelernter Maurer ist.


Bei dem Projekt Schornstein selber mauern müssen alle Vorschriften der Baubehörde erfüllt werden, hier muss das Bauvorhaben auch angemeldet werden. Es besteht die Möglichkeit, dass ein professionelles Projekt verlangt wird, welches durch einen zugelassenen Projektant aufgestellt wird. An diese Vorgaben ist man gebunden und manchmal will die Baubehörde sogar ein fertiges Werk sehen. Ein Fundament wird je nach Größe des Schornsteins gefordert, anschließend beginnt das Mauern inklusive der Isolierung und einem Rauchabzugsrohr. Mit einem Lot kann jeder feststellen, wo er beginnen muss, falls die Mündung des Schornsteins an einer gewissen Position sein soll. Schließlich will jeder möglichst günstig den Schornstein selber mauern und nicht zu viele Bauteile des Hauses kaputt machen.

 

Die Technik bei dem Schornstein selber mauern

  • Vorher sollte genau überprüft werden, wie die Ziegelsteine bei einem Schornstein liegen, natürlich kann auch ein Rat vom Fachmann hinzugezogen werden. Bis zu der letzten Schicht muss nach einem gewählten Muster gemauert werden. Wichtig sind die Winkel und das Bauwerk muss lotrecht sein. Zwei Richtlatten sollten aufgestellt werden, diese markieren zwei Ecken des Schornsteins.

 

  • Bei dem Mauern sollten genau die einzelnen Schichten der Winkel verwendet werden. Mit vorgefertigten Schornsteinteilen aus Porenbeton kann jeder die Aufgabe vereinfachen, diese gibt es im Baustoffhandel. Diese werden mit Dünnbettmörtel verarbeitet und der Schornsteinkopf muss immer verkleidet werden. Der Projektant sollte bei unvorhersehbaren Problemen sofort konsultiert werden. Wer einfach weiterbaut, riskiert das Sperren bei der Abnahme. Dadurch kommt es zum Abriss und einem doppelten Aufwand.

 

Schornstein selber mauern nach Zweck

  • An die Ausführung eines Schornsteins stellen die modernen Heizungsanlagen ganz andere Anforderungen, deshalb sollte man sich vor Beginn des Baus im Klaren sein, wie es mit der Befeuerung aussieht. Bei einem Brennwertkessel ist eine Wärmeisolierung nicht mehr aktuell, es wird nur noch ein Plasterohr als Rauchabzug benötigt. Bei einem Ofen oder Kamin muss auch der Querschnitt des Schornsteins an die Leistung des Ofens angepasst sein. Es darf auf keinem Fall zu Glanzruß in einem neuen Kamin kommen, hier ist das Projekt falsch und Befeuerung bleibt zu kalt.

 

  • Wird der Schornsteinkopf gemauert, so sollten die Fugen an den Rändern ohne Mörtel gelassen werden und die Fugen mit Zementmörtel verstrichen werden. Dadurch sieht der Schornsteinkopf lange aus wie neu und ist widerstandsfähig gegen Witterungseinflüsse. Eine Ummantelung des Kopfes wird ebenfalls gerne verwendet und zum Abschluss kann eine Betonplatte mit Eisenarmierung gestampft werden und als Hütchen aufgesetzt werden.